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Lena Seiferlin
Lena Seiferlin, SWR3; Foto: SWR3
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Dass Vögel, Mäuse und solche Tiere rund um Notre-Dame leben ist klar. Doch es gibt auch mehrere Bienenvölker. Wie durch ein Wunder haben sie den Brand überlebt.

Es ist ein kleines Wunder: Die Bienen von Notre-Dame haben überlebt. Ihr Imker, Nicolas Géant, ist darüber ziemlich glücklich. Der Nachrichtenagentur AFP sagte er: „Die Bienen leben. Das hatte ich nicht erwartet!“

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Trotz des verheerenden Feuers von Montagabend seien alle drei Bienenstöcke auf dem Dach der Sakristei von Notre-Dame intakt. Géant erzählt, er habe Anrufe von Menschen aus aller Welt bekommen, die wissen wollten, wie es den Bienenvölkern geht.

Bienen schwirren putzmunter über der Sakristei

Erst zweieinhalb Tage nach dem Brand erfuhr er selbst, dass sie noch leben. Der Sprecher der Kathedrale habe ihn benachrichtigt, dass die Bienen putzmunter seien und um ihre Stöcke herum schwirrten. Auch auf Satellitenbildern seien die Bienenstöcke erkennbar.

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„Diese Art gibt ihre Bienenstöcke nicht auf“, sagt Géant über seine europäischen Bienen. Im Fall eines Brands saugten sie sich mit Honig voll und schützten ihre Königin. Der Imker hofft, die Bienen in der kommenden Woche selbst besuchen zu können.

Dafür müssen aber erst die wichtigsten Arbeiten zur Stabilisierung von Notre-Dame beendet sein. Statiker/innen, Architekten und Architektinnen sowie viele weitere Menschen arbeiten daran.

Ein Regenschirm für Notre-Dame

Weil es in der kommenden Woche in Paris regnen soll und das Dach der Kathedrale in großen Teilen zerstört wurde, soll sie nun einen gigantischen Regenschirm bekommen.

Der Chefarchitekt der Architektenvereinigung für historische Gebäude soll eine riesige Plane kreieren, die über dem Gebäude angebracht werden kann. Sie habe die Form eines Spitzdachs, erzählte die Präsidentin der Vereinigung dem Sender BFM TV. Die Konstruktion müsse sogar größer sein als das ursprüngliche Dach, damit die Handwerker auch noch darunter arbeiten könnten.

Polizisten an Notre-Dame, Paris; Foto: Reuters

Polizisten patrouillieren rund um die abgesperrte Notre-Dame.

Reuters

Brandursache immer noch unklar

Schon das Löschwasser hatte in Notre-Dame viel Schaden angerichtet. Wenn jetzt auch noch Regenwasser dazu käme, könnte das das Gebäude weiter beschädigen. Kulturminister Franck Riester hatte dem Sender gesagt, dass es besonders gefährlich wäre, wenn sich Wasser auf dem Dach der Kathedrale sammle. Das würde die Einsturzgefahr erhöhen.

Unklar ist weiterhin, was das Feuer ausgelöst hatte. Zu Medienberichten, wonach der Brand durch einen Kurzschluss ausgelöst wurde, erklärte die Staatsanwaltschaft, dass „derzeit keine Hypothese ausgeschlossen“ werde. Ermittler gehen von einem Unfall aus.