Dass Fan-Liebe keine Grenzen kennt, ist eigentlich nichts neues. Ein besonders kurioser Fall brachte jetzt den Besitzer des „Breaking Bad“-Hauses dazu, einen zwei Meter hohen Zaun zu bauen.

Die US-Serie Breaking Bad hat viele Fans auf der ganzen Welt. Die Geschichten um Chemielehrer und Drogenboss Walter White löste einen wahren Fan-Wahn aus. Aber nicht nur der Drogenboss selbst wurde durch die Serie berühmt, sondern auch der Drehort Albuquerque.

Fan-Wahn als lukratives Geschäft

Menschenmassen reisen seit Beginn der Serie in die Großstadt in New Mexico, um sich für einen Tag als Teil der US-Serie zu fühlen. Der Ansturm an Touristen hat für Albuquerque viele Vorteile: mehr Hotelbuchungen, mehr Restaurantbesuche und vieles mehr –insgesamt ein lukratives Geschäft. Und ein Grund zur Freude für die größte Stadt des zweitärmsten Bundesstaates der USA. Dass die Touristen aber nicht nur Grund zur Freude bringen, davon können die Hausbesitzer des Serienhauses von Walter White ein Lied singen.

Einschnitt in die Privatsphäre der Hausbesitzer

Das Haus ist seit der ersten Staffel im Jahr 2008 zu einer wahren Pilgerstätte geworden. Zahlreiche Fotos werden Tag für Tag vor dem Haus gemacht. Ein großer Einschnitt in die Privatsphäre der Hausbesitzer. Dass aber auch das Grundstück von Fans betreten und Gegenstände mitgenommen werden, bringt das Fass zum Überlaufen. Die eigenen vier Wände zu verlassen, ohne dass bei der Rückkehr eine neue Aktion der Fans auf die Hausbesitzer wartet, ist schon lange nicht mehr möglich. Das offenbart Joanna Quintana, die Tochter der Hausbesitzer, gegenüber dem Lokalsender KOB4.

Pizza auf dem Dach; Foto: AMC

So sieht die Szene in der Serie aus

AMC

Pizzen auf dem Hausdach?

Aber die Fans machen vor ungebetenen Hausbesuchen nicht halt. In einer Folge der dritten Staffel wirft Walter White aus Liebeskummer eine Pizza auf sein Hausdach. Eine Aktion, die Nachahmer gefunden hat. Immer öfter landeten Pizzen auf dem Hausdach in Albuquerque. Dass es so nicht weitergehen kann, stand schnell fest.

Hausbesitzer wehren sich gegen Fan-Aktionen

Der erste Versuch, die Fans von dubiosen und teilweise auch kriminellen Aktionen abzuhalten, blieb erfolglos. Auch Zelten vor dem eigenen Haus brachte nichts. Und so folgt Schritt zwei: Jetzt wird ein Zaun gebaut. Der rund zwei Meter hohe Zaun soll vor lästigen Fotoaktionen, fliegenden Pizzen und zahlreichen Diebstählen schützen.

Das Problem schien gelöst zu sein. Aber dabei trat ein neues, viel größeres Problem auf: Die Hausbesitzer fühlen sich gefangen in ihrem eigenem Haus. Ob sie jemals selbst Fans der Serie werden, kann nach dem ganzen Stress wohl eindeutig ausgeschlossen werden.