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Fünf Milliarden Euro innerhalb von fünf Jahren sollen die Schulen in Deutschland digital fit machen. Diesem großen Plan, dem sogenannten Digitalpakt, hat der Bundesrat heute zugestimmt. Die Schüler erwarten sich jetzt schnell Wlan, Laptops und Tablets.

Für die letzte Hürde, die der Digitalpakt nehmen musste, war eine Zweidrittelmehrheit im Bundestag notwendig. Denn das Grundgesetz muss geändert werden. Eigentlich sind bei Bildungsthemen nämlich die Bundesländer zuständig und nicht der Bund. Im Vorfeld wurde deswegen lange um den Digitalpakt gestritten: Unter anderem, ob die Länder die Milliarden-Förderung auch mitbezahlen müssen und ob der Bund mehr Mitspracherecht bekommt.

Endlich digitaler Unterricht

Die Fünf Milliarden Euro des Bundes sollen helfen, die Digitalisierung der Schulen voranzutreiben. Sie sollen mit Wlan, digitalen Lerninhalten und Computern wie auch Laptops und Tablets ausgestattet werden. Und weil die Infrastruktur an den Schulen auch betreut werden muss, können sie auch Geld für die befristete Anstellung von Systemadministratoren bekommen.

Geld soll bald kommen

Das Geld wird jetzt, je nach Anteil an der Gesamtbevölkerung, auf die Bundesländer verteilt – maximal bekommt eine Schule pro Jahr 25.000 Euro. Die ersten Überweisungen sollen noch in diesem Jahr stattfinden. Schüler und Lehrer erhoffen sich vom Digitalpakt vor allem schnelles Wlan und im Digitalen fitte Lehrer, zeigt das Beispiel Rheinland-Pfalz.

Weitere Milliarden für Wohnungsbau und Pendler

Neben der Bildung betrifft das Go für den Digitalpakt auch andere Bereiche: Die Milliardenhilfen sollen auch in den sozialen Wohnungsbau fließen und Pendler sollen vom Ausbau des regionalen Schienenverkehrs profitieren.