Autor
Björn Widmann
Björn Widmann, SWR3; Foto: SWR3
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Führungs-Beben bei den Christdemokraten: Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer will den Parteivorsitz abgeben – und verzichtet auch auf die Kanzlerkandidatur. Einen Job will sie aber behalten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe AKK gebeten, Verteidigungsministerin zu bleiben, sagte Kramp-Karrenbauer laut Medienberichten. Es gebe „ein ungeklärtes Verhältnis von Teilen der CDU mit AfD und Linken“. Sie sei strikt gegen eine Zusammenarbeit mit beiden Parteien. Außerdem sei offensichtlich, dass Parteivorsitz und Kanzlerkandidatur in eine Hand gehörten.

Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel sieht jetzt sogar die Große Koalition in der Krise. Die Bundesregierung sei nach dem SPD-Kandidatenwettbewerb zum zweiten Mal in kurzer Zeit paralysiert. „Ich vermute, es dauert nicht mehr lange, dann gibt es Neuwahlen“, sagte Gabriel der Bild.

Gabriel: CDU gespalten

Dass AKK den Parteivorsitz der CDU aufgebe, sei die „logische Konsequenz“, so Gabriel. Sie habe sich in Thüringen nicht durchsetzen können. AKKs Partei bescheinigt Gabriel Gespaltenheit. Die Flügel drifteten zu sehr auseinander. „Wir erleben das Ende der zweiten großen Volkspartei in Deutschland.“

Für den CDU-Europapolitiker Elmar Brok ist der Rückzug seiner Parteichefin nicht nachzuvollziehen: „Ich halte den Rücktritt für falsch in diesem Augenblick und deswegen ist mir nur noch schlecht“, sagte Brok vor einer CDU-Vorstandssitzung in Berlin.

Für das Wahl-Ergebnis in Thüringen sei Landes-CDU-Chef Mohring aber auch manch andere Parteien verantwortlich, aber nicht Kramp-Karrenbauer. Diese Schuldzuweisungen auf eine Person seien Bestandteil eines großen Kampfes, der mit Thüringen nichts zu tun habe, „sondern mit manchen anderen Gründen“.

Netz feiert AKK-Rückzug

Die Reaktionen aus dem Netz sind dagegen eher einhellig: Gut, dass AKK das Handtuch wirft.

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