Bei einer Kundgebung von Rechtsextremen im US-Bundesstaat Virginia ist ein Autofahrer offenbar absichtlich in eine Gruppe von Gegendemonstranten gerast. Dabei wurde eine Frau getötet.

In der US-Kleinstadt Charlottesville hatte es am Samstag Zusammenstöße zwischen Neonazis, Ku-Klux-Klan-Mitgliedern und Gegendemonstranten gegeben. Eine Frau wurde getötet, als ein Auto in die Demonstranten fuhr.

Augenzeugen berichten, dass der Fahrer absichtlich in eine Menschenmenge gesteuert habe.

Mehrere Menschen verletzt

Anschließend setzte er das Auto zurück und flüchtete. Die Polizei konnte den Fahrer wenig später festnehmen. Mehrere Menschen wurden bei der Aktion verletzt. Das FBI ermittelt.

Der Gouverneur hat für Charlottesville den Ausnahmezustand ausgerufen. Zwei weitere Menschen starben beim Absturz eines Polizeihubschraubers.

Trump in der Kritik

US-Präsident Donald Trump rief die Amerikaner zur Einigkeit auf und sagte: "Wir verurteilen auf das Schärfste diesen ungeheuerlichen Ausbruch von Hass, Fanatismus und Gewalt auf vielen Seiten."

Politiker von Republikanern und Demokraten haben Trump für sein Verhalten kritisiert. Sie meinen, der Präsident hätte sich eindeutig von rechtsextremer und rassistischer Gewalt distanzieren müssen.