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Kerstin Welter
Kerstin Welter; Foto: Kerstin Welter
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Zwei Tasten, die die Welt bewegen – oder zumindest die Herzen fast aller Computernutzer. Jetzt ist der Erfinder der kinderleichten Einfüge-Kombination gestorben und weltweit trauern seine Jünger.

Mister Copy&Paste hieß Larry Tesler – er schrieb in den Siebziger Jahren den Software-Code für die Text-Zwischenablage, die Millionen von Usern mittlerweile selbst im Schlaf drücken könnten. Umso dankbarer klingt der Tweet seines früherer Arbeitgebers Xerox, mit dem Teslers Tod bestätigt wurde: „Lasst ihn uns feiern.“

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Larry Tesler hatte die revolutionäre Idee in Palo Alto

Einen Textbaustein an einer Stelle ausschneiden, kopieren und dann an einer anderen Stelle wieder einfügen – im Prinzip wie beim Basteln, nur digital. Diese Idee blieb bis in die Achtziger ein geheimer Trick am Innovationslabor Xerox Parc im kalifornischen Palo Alto, dem Silicon Valley. User kamen das erste Mal damit in Berührung, nachdem der Apple-Gründer Steve Jobs bei einem Besuch dort die Bedeutung der Idee erkannt hatte.

Die weiß auch heute noch so ziemlich jeder zu würdigen, der je mit längeren Texten zu arbeiten hatte.

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Von Steve Jobs zu Apple abgeworben

Jobs warb Larry Tesler zu Apple ab – damals noch ein Startup. Tesler führte dann 1983 die Tastenkombination Copy&Paste bei Apples Lisa-Computer ein. Bis 1997 arbeitete er dort, unter anderem an einem Assistenzgerät mit Handschrift-Erkennung. Danach ging er unter anderem zu Amazon und Yahoo, bevor er sich vor gut zehn Jahren als Berater selbstständig machte.

Trauer in der Netzgemeinde

Tesler starb am Montag im Alter von 74 Jahren. Das Museum für Computer-Geschichte im Silicon Valley twitterte ihn ehrend, Tesler habe die Computerwissenschaft mit der Vision vereint, dass Computer für jedermann da sein sollten. Und jedermann scheint zu trauern, minütlich finden sich Kondolenzen in den Sozialen Medien ein.

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