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Björn Widmann
Björn Widmann, SWR3; Foto: SWR3
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Bosch hat verkündet, dass sie einen Schnelltest entwickelt haben, mit dem man innerhalb von 2,5 Stunden sehen kann, ob sich ein Patient mit dem neuen Coronavirus angesteckt hat oder nicht. Und zwar vor Ort, in der Arztpraxis.

Es klingt wie der Traum eines jeden Arztes – und natürlich jedes Patienten. Man geht mit Erkältungssymptomen zum Arzt und weiß keine drei Stunden später, ob man einen Schnupfen hat oder doch eine Corona-Infektion.

Der Technologie-Konzern Bosch hat genau so etwas entwickelt: Ein Analysegerät für Corona-Schnelltests. „Vivalytic“ könne innerhalb von zweieinhalb Stunden zehn Atemwegserreger gleichzeitig diagnostizieren, teilte das Unternehmen mit. Veronika Simon aus der SWR Wissenschaftsredaktion weiß, ob das jetzt der ganz große Wurf im Kampf gegen Covid-19 ist.

Corona-Schnelltest: Durchbruch?; Foto: picture alliance/Sven Hoppe/dpa

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Hohe Trefferquote

Das Analysegerät hat Bosch vor allem für Krankenhäuser und Arztpraxen entwickelt. Der Vorteil: Im Gegensatz zu den bisherigen Proben müssen die neu entwickelten Schnelltests nicht mehr in ein Labor geschickt werden, sondern können direkt vor Ort ausgewertet werden. Nach zweieinhalb Stunden soll das Ergebnis dann vorliegen, weiß Veronika Simon aus der SWR Wissenschaftsredaktion. Das ist doch ziemlich schnell.

Corona-Schnelltest: Nichts besonderes?; Foto: picture alliance/Sven Hoppe/dpa

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Schnelltest soll im April erhältlich sein

Bosch teilte mit, dass der neue Test auf Sars-CoV-2 eine „Genauigkeit von über 95 Prozent“ habe. Das Gerät, das die Proben vollautomatisch analysieren kann, ist laut Bosch schon seit Ende Februar erhältlich. Die Testkartuschen für den Covid-19-Erreger sollen nach der Zulassung ab April verfügbar sein.

Wichtig für Ärzte und Krankenhäuser: Der Apparat koste etwa so viel, wie Geräte von konkurrierenden Unternehmen. Eine Testkartusche auf Sars-CoV-19 kostet einer Sprecherin zufolge einen höheren zweistelligen Eurobetrag.

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