Autor
Björn Widmann
Björn Widmann, SWR3; Foto: SWR3
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Bundesgesundheitsminister Spahn rät Rückkehrern aus den Corona-Risikogebieten zu zwei Wochen freiwilliger Quarantäne. Aber was tun? Die Zeit in der Wohnung absitzen? Nicht so in Italien: Da geht in der Quarantäne richtig die Post ab.

Corona-Virus in Europa; Foto: picture alliance/Elisa Lingria/XinHua/dpa

Unter #andratuttobene – „alles wird gut“ – machen die Italiener das Beste aus der Quarantäne.

picture alliance/Elisa Lingria/XinHua/dpa

Die Straßen in Italien sind menschenleer – laut ist es aber trotzdem. Einsperren lassen sich die Menschen dort nämlich trotz der Quarantäne nicht. Im Gegenteil: Die Italiener versammeln sich an Fenstern und auf Balkonen um gemeinsam Musik zu machen.

Unter dem Hashtag #andratuttobene („alles wird gut“) singen die Menschen in Italien zusammen gegen den Lagerkoller, damit das Land trotz Coronavirus-Ausgangssperre „für ein paar Minuten ein einziges großes Konzert ist“, wie es in Online-Aufrufen heißt.

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Bunter Mix aus Songs und Instrumenten

In den vergangenen Tagen sind immer wieder Videos in den sozialen Medien aufgetaucht, wie die Menschen zum Beispiel die italienische Nationalhymne „Fratelli d'Italia“ singen. In der Hauptstadt Rom war am Freitagabend „Grazie Roma“ zu hören, ein beliebtes Lied aus den 90er Jahren. Im Text heißt es unter anderem: „Sag mir, was es ist, das uns das Gefühl gibt, zusammenzusein, auch wenn wir getrennt sind.“

Es gibt aber auch Italiener, die ihre Nachbarschaft statt mit selbstgespielter Musik lieber mit ihrer Stereoanlage beschallen – und selbst das ist für die Menschen in der Quarantäne eine willkommene Abwechslung. So tanzt zum Beispiel in Neapel eine ältere Dame an ihrem Fenster zu „No Man No Cry“ von Jimmy Sax.

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Samstagskonzert mit Adriano Celentano

Für Samstagabend ist das nächste landesweite Balkon- und Fensterkonzert angesetzt: Diesmal sollen die Italiener einen Klassiker von ihrem Landsmann Adriano Celentano zum Besten geben: „Azzuro“.

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Italien am Stärksten von Corona betroffen

Seit Montag geht in Italien fast nichts mehr: Weite Teile der Wirtschaft sind lahmgelegt und die Menschen sollen ihre Häuser nur noch im Notfall verlassen. Außerdem sind landesweit Veranstaltungen ausgesetzt worden.

Italien ist von der Corona-Pandemie in Europa am stärksten betroffen. Bis Freitag wurden mehr als 17.600 Infektionen bestätigt, fast 1.300 Menschen starben an der Lungenkrankheit Covid-19. Allein am Freitag wurden 250 neue Todesfälle gemeldet – so viele Tote, wie es in 24 Stunden bisher noch nirgends gab.

Autor
Björn Widmann
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SWR3