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Vanessa Valkovic
Vanessa Valkovic, SWR3; Foto: SWR
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Das Coronavirus hat Deutschland fest im Griff und legt weite Teile des öffentlichen Lebens lahm. Leergefegte Supermarktregale und Falschmeldungen im Netz lösen bei vielen Menschen Unsicherheit aus. Wir erklären, warum Hamsterkäufe immer noch unnötig sind.

Am Wochenende geisterte ein Bild durchs Netz, das für viel Aufregung sorgte: Zu sehen war ein Screenshot, der angeblich das Online-Nachrichtenportal „Focus Online“ zeigt. Darauf war zu lesen, dass mehrere große Supermarktketten ihre Öffnungszeiten stark einschränken würden. Das Portal hat mittlerweile selbst Stellung dazu genommen: Bei dem Screenshot handelt es sich um eine Fälschung.

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Auch Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, äußerte sich am Sonntag auf Twitter zu der Falschmeldung: „Im Netz geistert rum, dass die Supermärkte nur noch 2 Tage öffnen würden. Das ist falsch!“

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Coronavirus: Was bedeuten die leeren Supermarktregale?

Wer in den letzten Tagen Klopapier kaufen wollte oder einen Blick ins Internet geworfen hat, der hat in den Supermarktregalen vor allem eines gesehen: nichts. Bedeutet das, dass Lebensmittel knapp sind und vielleicht doch langsam Hamsterkäufe angebracht sind? Nein, sagt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Nach Informationen der Handelsketten sei die Versorgung mit Lebensmitteln weiterhin gesichert.

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Auch auf Twitter teilt das Ministerium mit:

Die Versorgung mit Lebensmitteln ist gesichert.

Der Selbstversorgungsgrad liege in Deutschland bei vielen Grundnahrungsmitteln bei über 100 Prozent – zum Beispiel bei Getreide, Käse, Schweinefleisch und Kartoffeln.

Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels: Hamsterkäufe sind unnötig

Christian Böttcher ist Sprecher des Bundesverbands des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH). Er sagte zur „Tagesschau“ , es gebe kein Nachschubproblem: „Die Logistikketten arbeiten unter Volllast, aber sie funktionieren.“ Die Regale seien in einigen Supermärkten deshalb leer, weil das Personal beispielsweise bei der verstärkten Nachfrage die Regale nicht schnell genug mit Waren aus dem Lager auffüllen könne.

Die Märkte würden auch weiterhin wie gewohnt an sechs Tagen in der Woche geöffnet bleiben. Außerdem sei am vergangenen Sonntag erstmals das Fahrverbot für Lkw aufgehoben worden, so Böttcher. So könnten die Märkte schneller beliefert werden.

Deutschland schließt Grenzen – auch wegen Hamsterkäufen

Ab Montagmorgen schließt Deutschland weitgehend seine Grenzen zu Frankreich, Österreich und der Schweiz. Der Warenverkehr zwischen Deutschland und den Nachbarstaaten soll aber weiterhin gesichert bleiben. Der Grund für die Maßnahmen ist aber nicht nur die Eindämmung des Coronavirus – sondern auch die Hamsterkäufe. Die Panik-Käufe von Ausländern in den Grenzregionen sollen unterbunden werden. Denn die Hamsterkäufe haben im grenznahen Raum bereits zu Versorgungsproblemen geführt.

Was ist, wenn ich in Quarantäne komme?

Im Fall einer Coronavirus-Quarantäne gibt es immer noch Freunde, Familie und Nachbarn, die Lebensmittel vor die Tür stellen können. Alternativ können Lebensmittel in vielen Regionen auch Online bestellt werden. Oder ganz altmodisch zum Telefonhörer greifen – und den Lieblings-Lieferdienst anrufen.


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Vanessa Valkovic
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