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Das Jahr ist zur Hälfte rum, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) zieht eine erste Bilanz der tödlichen Badeunfälle: Im Südwesten sind demnach weniger Menschen beim Schwimmen und Baden ums Leben gekommen als 2018.

In den ersten sieben Monaten dieses Jahres sind im Südwesten deutlich weniger Menschen beim Baden ertrunken als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Wie die DLRG mitteilte, starben 19 Menschen – das sind zwölf weniger als im Vorjahreszeitraum (Stand 20. Juli). Auch bundesweit ging die Zahl zurück – von 279 auf 250 Menschen.

Die meisten Ertrunkenen waren Männer

Die meisten Menschen starben in Baden-Württemberg im Mai, nämlich sechs der insgesamt 19 im Südwesten. 14 der Ertrunkenen waren Männer, zwei der Toten waren jünger als 5 Jahre alt. Die meisten Todesfälle ereigneten sich in Flüssen (9), in Badeseen kamen 8 Menschen ums Leben.

Kritik: Zu viele Kinder können nicht schwimmen

Die DLRG kritisierte die schlechteren Schwimmfähigkeiten gerade bei Kindern. Nur knapp mehr als 40 Prozent der Kinder könnten nach der Grundschule schwimmen. In den 1990er Jahren seien das noch nahezu 90 Prozent gewesen.

In diesem Zusammenhang kritisiert die DLRG auch das sogenannte Bädersterben. In den vergangenen zehn Jahren hätten im Schnitt 80 Bäder geschlossen. Ohne Schwimmbad sei auch keine Schwimmausbildung möglich, hieß es weiter.