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Hans Liedtke
Hans Liedtke, SWR3; Foto: SWR3
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Manchmal kann es nicht schaden, wenn man einfach nachzählt. Offenbar hat das lange keiner auf den Philippinen getan. Einer der größten Inselstaaten der Welt hat nach einer neuen Zählung über 500 mehr Inseln als bislang gedacht.

Die nationale Behörde für Kartierung (Namria) ermittelte mit Hilfe einer verbesserten Methode von Radaraufnahmen die Zahl von 7641 Inseln. Bislang hatte es meist geheißen, dass das Land in Südostasien aus 7107 Inseln bestehe. Grundlage dafür war eine Zählung aus dem Jahr 1945.

Luftaufnahme der Philippinen; Foto: picture alliance/Google/dpa

Luftaufnahme der Philippinen

picture alliance/Google/dpa

Mehr als 500 Inseln „zusätzlich“

Die Zunahme um mehr als 500 Inseln erklärt sich nach Angaben des philippinischen Geomatik-Symposiums (Philgeos) durch die Möglichkeit von genaueren Radaraufnahmen. Damit könne die Veränderung von Landmassen genauer beobachtet werden – auch, ob es sich um festes Land oder Sandgebilde handele.

Im Wesentlichen bestehen die Philippinen aus drei großen Inselgruppen: Luzon (wo auch die Hauptstadt Manila liegt), Visayas und Mindanao. Bewohnt sind aktuell nur etwa ein Viertel der Inseln. Die meisten Inseln gelten als nicht bewohnbar. Die neuen Daten sollen bei einer großen Konferenz Mitte November in Manila vorgestellt werden.