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Patrick Seibert
Patrick Seibert; Foto: Patrick Seibert
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Kanzlerin Merkel ist nach Istanbul gereist, um den türkischen Präsidenten Erdogan zu treffen. Bei den Gesprächen soll es um die Konflikte in Syrien und Libyen sowie die Flüchtlingspolitik gehen.

Für einen Tag ist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Istanbul. Die Liste der Themen für die Gespräche mit Präsident Recep Tayyip Erdogan ist lang: Libyen, Syrien, Flüchtlinge, bilaterale Angelegenheiten und mehr könnte zur Sprache kommen.

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Flüchtlingspolitik und EU-Beitritt

Von deutscher Seite dürfte auch das Thema Flüchtlingspolitik angesprochen werden. Auf griechischen Inseln sind viele Flüchtlingsunterkünfte überfüllt, unter anderem weil wieder mehr Migranten mit dem Boot aus der Türkei kommen.

Der Flüchtlingspakt der EU mit der Türkei sollte das eigentlich verhindern. Erdogan hatte aber wiederholt gedroht, die Grenzen zu öffnen, wenn er nicht mehr Hilfe für die syrischen Flüchtlinge in der Türkei bekommt.

Die Türkei will vor allem die eingefrorenen Beitrittsgespräche mit der EU sowie die Ausweitung der Zollunion und die Visaliberalisierung zum Thema machen.

Neuer Campus der Türkisch-Deutschen Universität eingeweiht

Vor den politischen Gesprächen hat Merkel einen neuen Campus der Türkisch-Deutschen Universität in Istanbul eingeweiht. Dabei hat sie sich dafür ausgesprochen, die wissenschaftliche Zusammenarbeit der Türkei mit Deutschland weiter auszubauen.

Bei dieser Zusammenarbeit würden neue Wege der Wissenschaft eingeschlagen und so Fortschritte erzielt. Und die Studenten lernten nicht nur für sich selbst, sondern bereicherten auch die beiden Länder, sagte Merkel.

Merkel forderte aber auch mehr gesellschaftliche Freiheit in der Türkei – vor allem an Hochschulen und in der Forschung. „Je größer die wissenschaftliche Freiheit ist, desto größer ist
auch der wissenschaftliche Ertrag“, sagte Merkel.

Beziehungen haben sich wieder verbessert

In den deutsch-türkischen Beziehungen herrschte in den vergangenen Jahren Eiszeit. Inzwischen ist das Verhältnis zwischen Deutschland und der Türkei wieder entspannter. Trotzdem werden die Dialoge zwischen den beiden Ländern auch immer wieder von Krisen überschattet.

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Patrick Seibert
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SWR3