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Hans Liedtke
Hans Liedtke, SWR3; Foto: SWR3
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Autofahrer müssen an der Tankstelle tief in die Tasche greifen. Kurz vor Himmelfahrt steigen die Spritpreise auf einen Höchststand.

Die Preise für die verschiedenen Spritsorten sind in den vergangenen Wochen und Monaten immer weiter gestiegen und haben eine Woche vor dem Feiertag kurzzeitig einen Höchststand erreicht.

Preissteigerung um 22 Cent pro Liter bei Superbenzin

Diesel hat sich damit seit Jahresbeginn um rund sieben Cent je Liter verteuert, Superbenzin sogar um 22 Cent. Vor allem der starke Anstieg der Preise für Superbenzin beunruhigt den Autofahrer-Club ADAC. „Der anhaltende Anstieg der Verbraucherpreise ist kritisch zu sehen“, teilte der ADAC mit. „Tanken ist derzeit zu teuer.“ Welche Tipps ihr beachten könnt, um trotzdem zu sparen, lest ihr hier.

Frühling hat Mitschuld am großen Preisunterschied

Der steile Anstieg beim Superbenzin im Vergleich zu Diesel und Heizöl ist nach Ansicht der Experten zumindest zum Teil auf einen Effekt zurückzuführen, der sich regelmäßig am Ende des Winters beobachten lässt: Wenn der Bedarf an Heizöl geringer wird, vergrößert sich der Preisabstand zwischen dem technisch ähnlichen Diesel und Superbenzin.

Aber das reicht als Erklärung nicht aus. Die Raffinerien in Deutschland und Europa stehen nicht voll unter Dampf, werden teilweise repariert und gewartet und leiden noch unter Spätfolgen des Niedrigwassers im vergangenen Jahr, als die Versorgung der Raffinerien und der Abtransport der Produkte gestört war.

Zudem ist die Ölzufuhr aus Russland über die „Freundschafts“-Pipeline seit vier Wochen unterbrochen, weil verschmutztes Rohöl in die Leitungen gelangt war. Das verlangt den Raffinerien im Osten Deutschlands technisch und logistisch mehr ab.

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