Stand:

Ab dem 9. Dezember müssen sich Pendler umstellen. Dann gilt bei der Deutschen Bahn nämlich ein neuer Fahrplan. Es gibt neue Verbindungen, neue Züge und neue Preise.

Wie ändern sich die Preise?

Es ist fast schon Tradition: Bereits in den vergangenen Jahren hat die Deutsche Bahn zum Fahrplanwechsel die Preise erhöht und auch in diesem Jahr steigen die Ticketpreise – dieses Mal im Schnitt um 0,9 Prozent.

Für Flexpreistickets in der zweiten Klasse werden durchschnittlich 1,9 Prozent mehr fällig. Die Preise für Streckenzeitkarten sowie für die BahnCard 100 steigen um durchschnittlich 2,9 Prozent.

Keine Preiserhöhungen gibt es bei der BahnCard 25 und der BahnCard 50. Auch die Gebühren für die Sitzplatzreservierung bleiben unverändert.


Fahrplanwechsel Deutsche Bahn; Foto: dpa/picture-alliance

Bahnfahrer müssen sich auf neue Abfahrtszeiten einstellen.

dpa/picture-alliance

Welche Verbindungen sind neu?

Freuen können sich Fahrgäste, die von Baden-Württemberg aus Richtung Nordrhein-Westfalen fahren müssen. Denn zwischen Stuttgart und Düsseldorf werden die Direktverbindungen erhöht – künftig gibt es 14 Fahrten pro Tag und Richtung. Das sind 3 Fahrten mehr als bislang.

Auf der Strecke wird außerdem neuerdings der ICE 4 eingesetzt. Außerdem gibt es künftig morgens von Mannheim eine zusätzliche Direktverbindung nach Berlin und abends eine Verbindung mehr zurück.

Ab April 2019 wird es auf der internationalen Verbindung von Frankfurt/Main über Montabaur und Köln nach Brüssel einen durchgehenden Zweistundentakt geben


Autofahrer sollen mit BW-Tarif auf den Zug umsteigen

Mit dem Fahrplanwechsel gilt in Baden-Württemberg der sogenannte BW-Tarif. Die Landesregierung wirbt damit, dass Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr künftig nur noch ein Ticket brauchen, wenn sie in Baden-Württemberg verbundübergreifend unterwegs sind.

Dazu werden die Ticketpreise gesenkt – im Schnitt um rund 25 Prozent: Wer zum Beispiel von Stuttgart nach Freudenstadt fährt, zahlt künftig 12,50 Euro. Bislang werden für die Strecke meistens um die 20 Euro fällig.

Die Landesregierung hat den BW-Tarif vor allem für Pendler geschaffen, die bislang häufig mit dem Auto unterwegs sind. Sie will erreichen, dass künftig mehr Menschen mit Bussen und Bahnen fahren.

Das ist wirklich das absolut gute Angebot zum Umsteigen.

Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne)


Deutsche Bahn; Foto: dpa/picture-alliance

Die Deutsche Bahn will 2019 für pünktlichere Züge sorgen.

dpa/picture-alliance

„Wir wollen eine bessere Bahn anbieten“

Die Deutsche Bahn hatte sich für das Jahr 2018 viel vorgenommen: Die Pünktlichkeitsquote im Personenfernverkehr sollte im Jahresschnitt bei 82 Prozent liegen. Schon nach wenigen Monaten musste sich der Konzern von diesem Ziel verabschieden - teilweise waren nicht einmal 70 Prozent aller Fernzüge pünktlich.

Zahlreiche Baustellen, Unwetter und altes Wagenmaterial machten der Deutschen Bahn einen Strich durch die Rechnung. Im SWR-Interview kündigt ein Bahn-Sprecher Verbesserungen an:


Wir investieren viele Milliarden Euro in neue und modernisierte Züge sowie in Aus- und Neubau des Schienennetzes. Außerdem investieren wir viel Geld in die Instandhaltung der Züge, um so die Verfügbarkeit der Flotte zu erhöhen.

Michael Peterson, Marketingvorstand im Fernverkehr der Bahn


Auch das Serviceangbot soll besser werden. „Wir merken, dass zum Beispiel ein zuverlässiges Wlan, das ICE-Portal oder bessere Kundeninformationen durch unsere Service-Mitarbeiter einen hohen Stellenwert für die Fahrgäste haben“, so Peterson.