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Christian Kreutzer
Christian Kreutzer, SWR3; Foto: SWR3
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Der Klimawandel führt laut Forschern zu einem dramatischen Verlust von Sauerstoff in den Meeren – und bedroht die Fischbestände weltweit.

Der Sauerstoffverlust der Meere wird zu einer wachsenden Bedrohung für Fischbestände. Das geht aus einem neuen Bericht hervor, den die Weltnaturschutzunion (IUCN) bei der Weltklimakonferenz in Madrid vorgestellt hat. Betroffen seien etwa 700 Meeresregionen in aller Welt.

„Unkontrolliertes Experiment“

„Das ist möglicherweise das letzte Alarmsignal, das wir von dem unkontrollierten Experiment bekommen, das die Menschheit in den Ozeanen der Welt ausgelöst hat“, sagte Dan Laffoley, einer der Herausgeber des Berichts.

Dieses Video, das Laffoley retweetet hat, zeigt die Folgen:

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Klimaerwärmung und Düngemittel

Der sinkende Sauerstoffgehalt in den Ozeanen hat dem Bericht zufolge in der Hauptsache zwei Gründe: Zum einen die Klimaerwärmung. Heizt sich das Meerwasser auf, enthalte es tendenziell weniger Sauerstoff.

Zum anderen führe eine Verschmutzung der Gewässer mit Nährstoffen etwa aus Fischzuchten oder Düngemitteln aus der Landwirtschaft insbesondere in Küstenregionen zu einem starken Algenwachstum. Bei ihrem Abbau verbrauchen sie Sauerstoff. In sauerstoffarmen Gewässern überlebten Mikroben, Quallen und Tintenfische besser als Fische.

Thunfische und Haie besonders stark betroffen

Vom Sauerstoffrückgang betroffen sind auch die Ostsee und das Schwarze Meer. „Dies sind die größten geschlossenen Meeresökosysteme mit niedrigem Sauerstoffgehalt“, heißt es in dem Bericht. Während es im Schwarzen Meer teils natürliche Gründe gebe, seien in der Ostsee vor allem die Düngemittel und der Klimawandel Schuld.

In wärmeren Gewässern vermischten sich sauerstoffreiche und -arme Schichten weniger gut, heißt es in dem Bericht. Thunfische und Haie brauchten wegen ihrer Größe und ihres Energiebedarfs viel Sauerstoff. Sie würden in relativ sauerstoffreiche Schichten an höheren Lagen gezwungen und setzten sich dann der Gefahr aus, gefischt zu werden. Überfischung sei die Folge, so die IUCN.