Autor
Isabel Gebhardt
Isabel Gebhardt, SWR3; Foto: SWR3
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Der Zapfenglöckner lebt im Amazonas. Wenn er nach einem Weibchen ruft, wird es laut. Er ist der lauteste Vogel der Welt – und damit sogar eine Gefahr für den Menschen.

Der Ruf des Zapfenglöckner-Männchen erreicht eine Lautstärke von bis zu 113 Dezibel. Damit ist er so laut wie Rockkonzert oder eine Motorsäge.

Ein Schrei nach Liebe

Wissenschaftler haben den Vogel (Procnias albus) deshalb zum lautesten Vogel der Welt gekürt. In der Zeitschrift Current Biology veröffentlichten sie dazu eine Studie. Darin steht auch, dass der Ruf des weißen und nur 250 Gramm schweren Vogels für das menschliche Ohr gefährlich sein kann.

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Doch nicht alle schrecken vor dem Krach zurück: Die Zapfenglöckner-Männchen wollen damit eine Partnerin anlocken. „Das Männchen singt die erste Note, nach außen gewendet, dann vollzieht es eine dramatische Drehung, fast theatralisch, und stößt eine zweite Note in Richtung seiner Anwärterin aus“, sagt der Mitverfasser der Studie, Jeff Podos von der Universität Amherst im US-Bundesstaat Massachusetts

Wie kann ein kleines Tier so laut sein?

Eines haben die Wissenschaftler bei ihrer Arbeit aber nicht herausgefunden: „Wir wissen nicht, wie so kleine Tiere so laut sein können.“ Allerdings sei dem Schrei nach Liebe auch Grenzen gesetzt. Der Studie zufolge werden die Rufe der Zapfenglöckner kürzer, je lauter sie wurden.

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Isabel Gebhardt
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SWR3