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Auch ohne neue Regierung entlastet der Bund die Steuerzahler. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums bleiben den Steuerzahlern im neuen Jahr 4,1 Milliarden Euro mehr Geld in der Tasche.

Und das geht so:

  • Für alle steigt der Grundfreibetrag - um 180 Euro. Damit werden erst ab einem Jahreseinkommen von 9.000 Euro Steuern fällig.
  • Das Kindergeld steigt um zwei Euro pro Kind auf 194 Euro für die ersten beiden Kinder. Der Kinderfreibetrag steigt um 72 Euro auf 7.428 Euro. Davon profitieren vor allem Besserverdienende. Wichtig für junge Eltern ist: Sie können Kindergeld nur noch ein halbes Jahr rückwirkend beantragen und nicht mehr vier Jahre.
  • In der zusätzlichen privaten Altersvorsorge steigt die Grundzulage bei Riester-Verträgen um 21 Euro auf 175 Euro. Und für betriebliche Vorsorgemodelle verdoppelt sich der steuerfreie Höchstbetrag.
  • Der Beitragssatz für die gesetzliche Rentenversicherung sinkt um 0,1 Prozentpunkte auf 18,6 Prozent. Das entlastet die unteren Einkommensgruppe monatlich im Wert einer Tasse Kaffee.
  • Der Regelsatz für alleinstehende Hartz IV-Empfänger erhöht sich um 7 Euro auf 416 Euro pro Monat. Bei Kindern steigen die Sätze abhängig vom Alter um 3 Euro bis 5 Euro.
Manches wird auch teurer

An anderer Stelle wird es aber teurer, denn es verschieben sich die Beitragsgrenzen der Sozialversicherung nach oben: Bei der Rentenversicherung auf 6.500 Euro im Monat in den alten Ländern und 5.800 Euro in den neuen Bundesländern. Die Obergrenze für die Kranken- und Pflegeversicherung wird auf monatlich 4.425 Euro erhöht.

Mehr Zeit hat man künftig für die Steuerklärung: Die für 2017 muss noch bis Ende Mai vorliegen – für die folgenden Jahre dann erst zwei Monate später. Und es müssen keine Belege mehr an das Finanzamt geschickt werden. Aber Vorsicht: Die Belege sollte man zu Hause sammeln, falls der Fiskus Nachfragen hat.

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