Autor
Svenja Maria Hirt
Svenja Maria Hirt, SWR3; Foto: SWR3/Alexander Winkler
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Junge Berufstätige sind digital gestresster als andere Altersgruppen. Das hat eine Studie ergeben. Wo kommt der Stress her?

Stress mit der Digitalisierung am Arbeitsplatz schwächt die Arbeitskraft. Das legt eine neue Studie von Wissenschaftlern der Universität Augsburg nahe, die insgesamt 2640 Arbeitnehmer befragten.

Was wurde in der Studie untersucht?

Die Wissenschaftler fragten die Arbeitnehmer, welche von 40 Technologien sie bei der Arbeit nutzen: Vom Festnetztelefon, übers Navi, Grafikprogramm, Managementsoftware bis zu künstlicher Intelligenz. Anschließend wurden Stressempfinden, berufliche Belastung, Krankheitstage und Ähnliches abgefragt.

Was kam dabei raus?

Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer, die sich hohem digitalen Stress ausgesetzt sehen, leiden unter Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und allgemeiner Müdigkeit. „Nachweislich verringert übermäßiger digitaler Stress die berufliche Leistung, um zugleich mit einem starken Work-Life-Konflikt einherzugehen“, heißt es in der veröffentlichten Mitteilung der Uni.

Wo kommt der Stress her?

Eine zentrale Rolle spiele das Ungleichgewicht zwischen den Fähigkeiten im Umgang mit digitalen Technologien und den gestellten Anforderungen. Die Unzuverlässigkeit mancher Technologien sowie die „Überflutung mit digitalen Technologien“ in sämtlichen Bereichen des Lebens spielt ebenso eine wichtige Rolle, außerdem die Sorge um den eigenen Arbeitsplatz.

Wer ist davon betroffen?

25- bis 34-Jährige empfinden durch die neuen Technologien größere Belastung als ältere Kollegen. Außerdem sind die befragten Frauen digital gestresster als Männer.

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Svenja Maria Hirt
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SWR3