Die tägliche Arbeit von Postboten ist hart, Treppe rauf, Treppe runter und dazu noch das Gewicht der Briefe. Das geht auf Knochen und Gelenke. Deswegen testet die Post jetzt „PostBOTs“.

Im hessischen Bad Hersfeld hat die Deutsche Post einen Modellversuch gestartet. Zusteller bekommen beim Verteilen von Briefen und Päckchen Unterstützung durch gelbe Roboter, die ihnen wie ein Hund auf Schritt und Tritt folgen.

Zustell-Roboter übernehmen Transport

Die sogenannten „PostBOTs“ sehen nach Aussage von Gerold Beck von der Deutschen Post Baden-Württemberg, aus wie „ein großes gelbes Beauty-Case auf Rädern“. Mit ihrer Größe von 1,50 mal 1,20 Meter können sie bis zu 150 Kilogramm an Post transportieren. Zeitungen, Postkarten und Briefe muss der Postbote also nicht mehr tragen oder vor sich herschieben. Angetrieben werden die gelben Kästen durch einen Elektromotor, bis zu sechs Stundenkilometer können sie schnell werden. Durch Sensoren orientieren sie sich an den Beinen des Zustellers und heften sich so an seine Fersen. Sie sollen Hindernissen ausweichen, auf Pflastersteinstraßen zurecht kommen und auch Bordsteine überwinden können.

Zusteller sollen entlastet werden

Über sechs Wochen testet der Konzern die Roboter und will so herausfinden, wie sie die Postboten im Alltag entlasten können. Die komplette Arbeit machen die Roboter laut Beck aber nicht, denn Adressen lesen und Briefe einwerfen können die elektronischen Helfer nicht. Das übernimmt nach wie vor der Postbote.