Autor
Isabel Gebhardt
Isabel Gebhardt, SWR3; Foto: SWR3
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Die Menschen in Deutschland verbrauchen sehr viel Papier. Schuld daran ist das Kaufverhalten – aber auch die Bundesregierung.

Der Pro-Kopf-Verbrauch an Papier, Pappe und Karton ist in Deutschland so hoch wie in keinem anderen Industrieland. Das berichtet die Saarbrücker Zeitung und beruft sich auf eine Stellungnahme der Bundesregierung. Demnach wurden im vergangenen Jahr 241,7 Kilogramm pro Kopf verbraucht. Die USA kommen mit einem Verbrauch von 210 Kilogramm auf Platz zwei. 

Immer mehr Papierverpackungen

Der Verbrauch in Deutschland sei deutlich gestiegen, hieß es. Zuletzt habe der Verbrauch bei 96,3 Kilogramm gelegen, 1991 noch bei 70 Kilogramm.

Schuld daran sei die starke Zunahme des Online-Handels und dadurch die Papierverpackungen. Und auch die Bundesregierung und die dazugehörigen Behörden würden ihren Teil dazu beitragen – allerdings mit abnehmender Tendenz. 2015 wurden dort den Angaben zufolge 1,15 Milliarden Blatt Papier verbraucht. 2018 seien es noch 1,05 Milliarden Blatt gewesen.

Grüne: Brauchen gesetzlich verankertes Abfallvermeidungsziel

Die umweltpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Bettina Hoffmann, sagte der Zeitung, der Waldbedarf für die deutsche Papierproduktion umfasse rein rechnerisch eine Fläche von 40.000 Fußballplätzen. Nötig sei ein gesetzlich verankertes Abfallvermeidungsziel, das auch Papier und Pappe umfasse, so Hoffmann.

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