Autor
Julia Banachewitsch
Julia Banachewitsch; Foto: SWR / Julia Banachewitsch
Stand:

Die viermonatige Fahrt des deutschen U36 ist erst einmal beendet: Denn das deutsche U-Boot musste nach einem Unfall zunächst einen Stopp einlegen. Personen wurden dabei nicht verletzt.

Das ist mal wieder die Stunde, in der alle schreiben, die Bundeswehr komme nicht aus den Negativschlagzeilen: Bei einem Ablegemanöver in der norwegischen Marinebasis läuft ein deutsches U-Boot erneut auf Grund. Am Mittwoch bestätigte die Marine den Unfall in einer Sitzung des Verteidigungsausschusses im Bundestag.

Unterseeboot „U36“ wurde beschädigt

Mit über 4.000 PS kann das U-Boot operieren. Laut Marine übte die „U36“ in Norwegen das Schießen von Torpedos. Beim Auslaufen aus dem norwegischen Hafen Haakonsvern wurde das U-Boot durch eine Berührung mit dem Grund beschädigt.

Die Ruder hätten am Dienstag leicht den Meeresgrund touchiert, sagte ein Marinesprecher am Mittwochabend. Aktuell werden Videoaufnahmen eines Tauchers ausgewertet, um zu ermitteln wie stark das Unterseeboot beschädigt wurde und ob es weiterfahren kann.

Es ist nicht die erste Panne

U36; Foto: dpa/picture-alliance

U36 im Januar kurz vor dem Auslaufen.

dpa/picture-alliance

Erst 2017 war fast kein einziges deutsches U-Boot einsatzbereit. Beim Besuch des Verteidigungsausschusses im Heimathafen hatte die Marine erst kürzlich verkündet, dass drei von sechs U-Booten einsatzbereit seien. Das könnte sich allerdings nun durch den aktuellen Unfall wieder geändert haben.

Die U36 gehört zum einzigen deutschen U-Boot-Geschwader und ist mit sechs Booten im schleswig-holsteinischen Eckernförde stationiert. Das U-Boot war nach Marine-Angaben Ende Januar zu einer viermonatigen Fahrt nach Norwegen verabschiedet worden.