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Verteidigungsministerin von der Leyen war fleißig shoppen – also quasi: Die Bundeswehr rüstet nämlich in Sachen Damengarderobe auf! Die Soldatinnen bekommen schon bald neue Schuhe, Sport-BHs und Handtaschen. Und sogar Umstandsmode ist geplant.

„Überarbeitung der Dienst- und Ausgehbekleidung“ heißt es offiziell, was die Bundesverteidigungsministerin gerade bei der Bundeswehr vorhat. In Zukunft sollen die Soldatinnen und Soldaten also moderner angezogen sein und Jacken, Hosen und Röcke aus besseren Materialien und in zeitgemäßen Schnitten tragen. Von der Leyen erhofft sich dadurch, dass die Bundeswehr vor allem für Frauen ein attraktiverer Arbeitgeber wird. Wie die Zeitung Welt recherchiert hat, werden deshalb jetzt zum ersten Mal tausende Damenhandtaschen, hohe Schuhe und Sport-BHs geordert.

7.700 Taschen, 20.000 BHs

Aber natürlich kauft die Bundeswehr nicht irgendwelche Kleidungsstücke und Accessoires – wie es sich für eine Behörde gehört, gibt es strenge Vorgaben für die neue Mode. So müssen die 7.700 Handtaschen laut Welt eine „rechteckige Formgestaltung“ aufweisen und „formstabil“ sein. Auffällige Verschlüsse sind tabu. Die Absätze der Pumps sollen höchstens 4,5 Zentimeter hoch sein und für die Sport-BHs gilt: Bequem, blickdicht, keine Bügel. Schwarz. Bisher sei geplant, 20.000 BHs in verschiedenen Größen zu kaufen – von 70A bis 90D.

„Feldbekleidung“ für Schwangere

Und von der Leyen denkt beim Shoppen natürlich auch an schwangere Soldatinnen, von denen es derzeit etwa 500 gibt: Bisher haben Schwangere in der Truppe Zivilkleidung getragen, demnächst soll es aber auch für sie Dienst-, Ausgeh- und Feldbekleidung geben, berichtet die Welt.

Autor
SWR3