Neue Studie von ARD und ZDF: die Internetnutzung in Deutschland steigt weiter. Täglich sind rund 50 Millionen Deutsche online. Und vor allem Streaming-Dienste profitieren.

Der Laptop neben einem auf dem Sofa, über den die Lieblingsserie gestreamt wird, dazu das Smartphone in der Hand zum Checken von Mails oder Chatten über Messenger – so verhalten sich immer mehr Menschen in Deutschland. Das hat eine neue Studie zur Onlinenutzung im Auftrag von ARD und ZDF herausgefunden.

Internetnutzung nimmt weiter zu

Mensch benutzt Smartphone, hat nebenbei Rechner auf dem Schoß; Foto: dpa/picture-alliance

Ob über Smartphone oder Laptop – immer mehr Deutsche sind online.

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Das Hauptergebnis der Studie: Neun von zehn Deutschen gehen mittlerweile regelmäßig oder gelegentlich ins Internet. Dabei stieg die Zahl der Onlinenutzer im Vergleich zu 2016 auf rund 62,4 Millionen Menschen. Das sind 4,4 Millionen mehr als im Vorjahr.

Laut Studie hat auch die durchschnittliche Nutzungsdauer zugenommen: Ganze 2 Stunden und 29 Minuten surfen wir Deutschen im Schnitt täglich. Männer mit fast drei Stunden sogar noch länger als Frauen. Absoluter Spitzenreiter bei der Internetnutzung ist aber die Gruppe der 14- bis 29-Jährigen: Mehr als viereinhalb Stunden am Tag sind sie im Netz unterwegs. Im Vergleich dazu sind ältere User (50 bis 69 Jahre) nur etwas mehr als 90 Minuten online.

In diesen Zahlen noch nicht enthalten ist die Zeit, die wir bei Messengern wie WhatsApp oder Telegram verbringen. Im Durchschnitt liegt die Zeit bei 59 Minuten – damit geht ungefähr eine Stunde täglich fürs chatten oder SMS schreiben drauf.  

Streaming-Dienste profitieren am meisten

Besondere Gewinner seien laut Studie die kostenpflichtigen Video-Streaming-Dienste. Netflix, Amazon Prime oder Maxdome konnten ihre Reichweite von 12 auf 23 Prozent fast verdoppeln. Auch Audioangebote würden deutlich häufiger gehört, was vor allem auf das vermehrte Streamen zurückzuführen sei. Außerdem hört mittlerweile fast die Hälfte der Deutschen Radio oder Musik nicht mehr über klassische Wege, sondern über das Netz.

Für die Studie, die inzwischen seit 20 Jahren regelmäßig vorgenommen wird, wurden 2.000 Personen ab 14 Jahren befragt.