Liebe geht durch den Magen? Das denken auch einige Haustierbesitzer. Die Konsequenz: Katze, Hund und Co. werden dicker und dicker.

Was süß aussieht, ist ein ernsthaftes Problem: moppelige Hunde, fette Katzen, dicke Kaninchen. Rund 40 Prozent der Haustiere in Mitteleuropa sollen übergewichtig sein, so die Angaben des Instituts für Tierernährung, Ernährungsschäden und Diätetik an der Universität Leipzig.

Man geht davon aus, dass heutzutage von den in Haushalten lebenden Hunden und Katzen ca. 20 bis 30 Prozent mehr von Übergewicht betroffen sind als noch vor 50 Jahren.

Cornelia Rückert, Mitarbeiterin am Institut

Gefährliche Pfunde

Aber ob Mensch oder Tier: chronisches Übergewicht ist gefährlich und erhöht das Risiko für Diabetes, Herz-Kreislauf- und Gelenkerkrankungen. Wenn sich eine Katze wegen ihres Körpergewichts nicht mehr putzen kann, bekommt sie häufig Blasenentzündungen.

Besitzer meinen es zu gut

Die Verursacher sind meistens die Tierbesitzer: Hier noch ein Leckerli, da noch ein Snack, noch eine Portion Futter. Viele Hunde und auch Katzen bekommen nicht genug Auslauf. Der Teufelskreis ist perfekt: Essen, keine Bewegung, mehr Essen, keine Bewegung.

Übergewichtige Katze; Foto: imago

Diese Katze wiegt 15 kg.

imago

Wer ein übergewichtiges Tier hat, muss sein Tier zum Abnehmen zwingen. Tiermedizinerin Petra Kölle empfiehlt: Mit einem Arzt einen Abnehmplan festlegen. Dazu gehört kalorienarmes Futter selbstzukochen oder das gewohnte Futter um die Hälfte zureduzieren und beispielsweise mit Zellulose-Pulver anzureichern, damit es sättigt. Eine dritte Möglichkeit wäre Diätfutter, da sei aber Vorsicht geboten, denn Light-Produkte sind nicht immer so light. Und dann: Standhaft bleiben – trotz Hundeblick.