Stand:

Sie sieht lustig aus, hat aber ein ernstes Problem: Die Mary-River-Schildkröte steht kurz vor der Ausrottung.

In Australien kennen sie viele – vor allem, weil sie lustig aussieht. Jetzt ist die Mary-River-Schildkröte noch für eine eher unerfreuliche Eigenschaft bekannt: Sie steht kurz vor dem Aussterben. Zusammen mit vielen anderen Arten wurde sie diese Woche auf die Liste der akut bedrohten Reptilien aufgenommen.

Die Mary-River-Schildkröte; Foto: Reuters
Reuters

Sie hat die Haare schön...

Viele dieser Schildkröten tragen eine struppige grellgrüne Frisur auf dem Kopf. Dabei handelt es sich allerdings nicht um Haare, sondern um Algen. Die Pflanzen wachsen auf dem Kopf der Schildkröten, weil diese so viel Zeit unter Wasser verbringen. Ach ja, und sie atmet mit dem Hintern.

Und wer ist schuld?

Das australischen Umweltministerium geht davon aus, dass das allmähliche Verschwinden der Mary-River-Schildkröte mit ihrer Beliebtheit zusammenhängt. In den 70er und 80er Jahren war sie ein beliebtes Haustier. Erst 1994 wurde sie als eigene Art anerkannt. Als weitere Gründe nennt Londons Zoologische Gesellschaft die Zerstörung ihres Lebensraums sowie die Tatsache, dass diese Schildkrötenart sich sehr spät vermehrt. Frühestens mit 25 Jahren ist die Mary-River-Schildkröte geschlechtsreif.