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Hans Liedtke
Hans Liedtke, SWR3; Foto: SWR3
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Ist das das erste Verbrechen, das im Weltall begangen wurde? Eine Astronautin hat auf das Bankkonto ihrer Ex-Partnerin zugegriffen – und zwar von der ISS aus.

Eine Nasa-Astronautin soll von der internationalen Raumstation ISS aus illegalerweise auf das Bankkonto ihrer Ex-Partnerin zugegriffen haben. Wie die New York Times berichtete, könnte es sich dabei um den ersten Vorwurf eines Verbrechens vom Weltraum aus handeln. Demnach gab Anne M., die im Juni nach einem sechsmonatigen Aufenthalt im All auf die Erde zurückgekehrt war, gegenüber Ermittlern zu, auf das Konto mit dem ihr bekannten Passwort zugegriffen zu haben.

Zugriff über Nasa-Netzwerk

Sie habe sich vergewissern wollen, ob mit den – noch immer miteinander verwobenen – Finanzen des Ex-Paares alles in Ordnung sei, schrieb das Blatt. Die Sache flog dann auf, weil die Bank auf Nachfrage der Ex-Partnerin herausfand, dass Zugriffe auf das Konto von einem Nasa-Netzwerk vorgenommen worden waren. Und zwar in der Zeit, in der M. sich im All befunden hatte.

Der Zeitung zufolge gibt es keine Anhaltspunkte, dass Geld auf dem Konto abhandengekommen ist. Die ehemalige Partnerin M.s aber beschuldigte die Astronautin den Behörden gegenüber dem Identitätsdiebstahl. In einer anderen Beschwerde gegenüber der Nasa heißt es, dass M.s Zugriff auf das Konto vielmehr dazu gedient habe, Argumente dafür sammeln zu können, ihrer Ex das Sorgerecht für deren Sohn streitig zu machen. Die Untersuchungen dauern an.