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Baden-Württemberg ist der große Gewinner der Exzellenzuniversitäten. Statt wie bisher drei Unis sind es künftig vier Hochschulen, die millionenschwere Förderungen bekommen.

Die Universitäten in Tübingen, Konstanz und Heidelberg konnten ihre Exzellenz-Titel verteidigen. Rückkehrer in den Rang der Exzellenzuniversitäten ist das Karlsruher Institut für Technologie KIT. Die Universität Freiburg hingegen ging leer aus. Sie hatte ihren Titel vor sieben Jahren verloren und darf sich weiterhin genauso wenig "Exzellenzuniversität" nennen wie die Universität Stuttgart, die in diesem Jahr zum ersten Mal in der Endausscheidung dabei war.

Millionenschwere Förderung für Unis

Bund und Länder stellen für die Förderung der ausgewählten Universitäten jährlich rund 148 Millionen Euro zur Verfügung – 75 Prozent vom Bund, 25 Prozent vom jeweiligen Bundesland. Eine Uni kann dann jährlich mit rund 15 Millionen Euro für die Forschung rechnen.

Der Titel wird im Abstand von sieben Jahren bundesweit elf Mal vergeben. Im Rennen waren in diesem Jahr insgesamt 17 Unis und zwei Verbünde mehrerer Hochschulen. Mit sechs Universitäten war Baden-Württemberg in der Endausscheidung so stark vertreten wie kein anderes Bundesland.

Zur Auswahlkommission gehörten neben internationalen Experten die für Bildung und Forschung zuständigen Minister aus Bund und Ländern. Mit dem Wettbewerb sollen die Universitäten im Spitzenbereich international sichtbarer werden.

Neben den baden-württembergischen Exzellenzuniversitäten werden in den kommenden sieben Jahren auch die Rheinisch-Westfälische Technische Universität Aachen, die Technische Universität Dresden, die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, die Universität Hamburg, die Ludwig-Maximilians-Universität München, die Technische Universität München und ein Verbund aus der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Technischen Universität Berlin gefördert.

Studierende kritisieren Exzellenz-Programm als „sinnlosen Wettbewerb“

Im Vorfeld der Entscheidung hatten Studierende und die Gewerkschaft für Erziehung und Bildung (GEW) den Exzellenz-Wettbewerb kritisiert. Die ausgezeichneten Universitäten würden sich zwar über die zusätzlichen Mittel und den Titel freuen, viele andere jedoch würden leer ausgehen, warnten die Studierendenvertretungen aus Freiburg, Heidelberg und Tübingen. Es sei Zeit, diesem „sinnlosen Wettbewerb“ ein Ende zu setzen.