Autor
Mario Demuth
Mario Demuth, SWR3; Foto: SWR3
Stand:

Es ist der dritte Anfall innerhalb weniger Wochen: Erneut hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einem öffentlichen Termin am ganzen Körper gezittert.

Dieses Mal passierte es beim Empfang des finnischen Ministerpräsident Antti Rinne. Merkel stand mit ihm auf einem Podium. Als die Nationalhymne abgespielt wurde, begann ihr Körper zu zittern.

Merkel: „Mir geht es sehr gut“

Dass es erneut passiert ist, begründete Merkel damit, dass sie immer noch in der „Verarbeitungsphase“ ihres ersten Anfalls Mitte Juni beim Empfang des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sei. „Man müsse sich keine Sorgen machen“, sagte Merkel bei einer Pressekonferenz nach dem Empfang.

Du hast DNT aktiviert. Wir stellen die Verbindung zu Instagram erst her, wenn du dies erlaubst. Die Einwilligung ist freiwillig und gilt nur temporär. Mehr dazu findest du in unseren Datenschutzhinweisen.
Den Beitrag bei Instagram ansehen.

Die Verarbeitungsphase sei „offensichtlich noch nicht ganz abgeschlossen, aber es gibt Fortschritte“. Merkel betonte, ihr gehe es „sehr gut“ und sie sei als Kanzlerin „leistungsfähig“.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 18. Juni beim Empfang des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.; Foto: picture alliance/Wolfgang Kumm/dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 18. Juni beim Empfang des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

picture alliance/Wolfgang Kumm/dpa

Den Vorfall beim Empfang Selenskyjs erklärte Merkel damals mit der großen Hitze und Wassermangel.

Nachdem es neun Tag später zu einem zweiten öffentlichen Zittern bei der Ernennung der neuen Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) kam, wich Merkel zunächst aus: „Ich bin überzeugt, so wie diese Reaktion aufgetreten ist, so wird sie auch wieder vergehen.“

Psychologische Gründe?

Die Frage, was hinter den Zitteranfällen stecke und ob sie einen Arzt konsultiert habe, beantwortete die Kanzlerin zunächst nicht. Sie könne die Frage verstehen, sagte sie vor Journalisten am Rande des G20-Gipfels im japanischen Osaka: „Ich habe aber nichts Besonderes zu berichten. Sondern mir geht es gut.“

Die „Stuttgarter Zeitung“ und die „Stuttgarter Nachrichten“ wollen aus Regierungskreisen erfahren haben, dass der Anfall beim Empfang Lambrechts psychologische Gründe habe. Es sei kein gesundheitliches Problem, sondern Kopfsache. Die Erinnerung an den ersten Vorfall hätte das zweite Zittern ausgelöst.

Autor
Mario Demuth
Autor
SWR3