Autor
Laura Bisch
Laura Bisch, SWR3; Foto: SWR3
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Vor einem Jahr gab es erste Demos, bei denen Schüler und Schülerinnen Freitags statt in die Schule auf die Straßen gingen, um für ein besseres Klima zu demonstrieren. Seither wurde die Zahl der Teilnehmer höher – aber welche Ziele hat die Fridays for Future-Bewegung erreicht? Eine Bilanz.

Angefangen hatte alles mit ihr: Greta Thunberg. Vor etwa anderthalb Jahren protestierte sie erstmals gegen die Klimapolitik ihres Heimatlandes Schweden. Anfangs noch alleine in Stockholm.

Greta Thunberg streikt alleine; Foto: picture alliance/TT NEWS AGENCY

So fing alles an: Greta Thunberg setzte sich Freitags aus Protest mit einem Schild vor das schwedische Parlament in Stockholm statt auf die Schulbank.

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Fünf Monate später dann gingen die Proteste auch in Deutschland los. Vor einem Jahr war hierzulande die erste große Demonstration.

Ein Jahr voller Protest

Seither kamen Schüler und Schülerinnen mindestens einmal im Monat zu Demonstrationen und Aktionstagen zusammen. Die Bewegung professionalisierte sich – zuletzt zogen Klimaaktivisten der Fridays for Future sogar mit einer Klage vor das Bundesverfassungsgericht. Ihr Ziel: Mehr Klimaschutz erzwingen. Mit dabei ist auch Luisa Neubauer, eine der Hauptorganisatoren der Klima-Bewegung in Deutschland – die deutsche Greta Thunberg, wie sie manche nennen.

FFF mit Luisa Neubauer und Greta Thunberg; Foto: picture alliance/Michael Kappeler/dpa

Greta Thunberg (Mitte) steht bei der Klimademonstration in Berlin neben der deutschen Klimaaktivistin Luisa Neubauer (2.von links).

picture alliance/Michael Kappeler/dpa

Eine Bilanz: Was hat sich durch Fridays for Future verändert?

Die zentrale Forderung der Fridays for Future-Bewegung ist, den Klimawandel aufzuhalten. Konkret fordert sie, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius oder sogar weniger zu begrenzen. Für Deutschland fordern die Aktivisten beispielsweise, bis 2035 komplett klimaneutral zu werden. Heißt: Nur so viele Treibhausgase auszustoßen, wie auch gespeichert oder umgewandelt werden können – zum Beispiel von Bäumen und Pflanzen.

Aber was ist davon bisher passiert? SWR-Umweltredakteurin Stefanie Peyk erklärt im Video, was sich in einem Jahr Fridays for Future getan hat.

Große Demo(s) in Mainz

Ein Umdenken mag bei vielen stattgefunden haben oder zumindest angestoßen sein – das reicht vielen Klimaaktivisten der Bewegung aber offenbar noch nicht. Sie wollen mehr Fakten sehen. Deshalb gab es am Freitagmittag in Mainz eine große Demonstration unter dem Motto „Ein Jahr? Nix passiert!“. Nach Polizeiangaben nahmen rund 9.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene an dem Marsch durch die Mainzer Innenstadt teil.

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Gleichzeitig protestierten auch Landwirte – gegen die aus ihrer Sicht schwierigen Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft. Durch eine Fahrt mit etwa 800 Traktoren durch Rheinhessen haben Bauern aus mehreren Regionen in Rheinland-Pfalz am Freitag so ihren Unwillen über das Bild der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit zum Ausdruck gebracht.

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