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Heftige Sturmböen zogen über den Südwesten Frankreichs hinweg. Drei Menschen starben, Tausende waren noch am Samstagabend ohne Strom. Auch im Südwesten Deutschlands stürmt es weiter.

Besonders betroffen vom Unwetter waren der Südwesten Frankreichs und die Mittelmeerinsel Korsika. Mindestens drei Menschen starben. In der Gemeinde Ilharre nahe den Pyrenäen kam ein Mann ums Leben, als er mit seinem Auto gegen einen Baum fuhr, der auf die Straße gestürzt war.

In Espiens wurde ein Rentner vom Hochwasser eines Bachs mitgerissen, als er seinen Briefkasten leeren wollte. Seine Leiche wurden einen Kilometer entfernt von seiner Wohnung gefunden. Außerdem ist ein seit Freitag vermisster Mann in seinem Auto gefunden worden. Der zuständige Staatsanwalt sagte der französischen Nachrichtenagentur AFP, dass auch dieser Tod mit dem Unwetter in Zusammenhang stehe.

175 Kilometer pro Stunde Windgeschwindigkeit

Dem Nachrichtensender France Info zufolge wurden fünf Menschen in den Départements Lot-et-Garonne und Landes verletzt. Am Freitag erreichte der Wind eine Geschwindigkeit von bis zu 143 Kilometern pro Stunde, teilte der französische Wetterdienst Météo-France mit.

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Auf Korsika wurden bis zu 175 Km/h verzeichnet. An der Küste gab es Warnungen vor Überflutung, Anwohnerinnen und Anwohner wurden mancherorts evakuiert. In elf Départements galt noch in der Nacht zu Sonntag die zweithöchste Unwetter-Warnstufe.

Rund 15.000 Haushalte am Samstag ohne Strom

Am Freitagabend seien rund 70.000 Haushalte im Südwesten ohne Strom gewesen, am Samstagabend waren es weiterhin rund 15.000. Das teilte der Netzbetreiber Enedis mit. Und in der Nacht zu Freitag seien es sogar 400.000 Kundinnen und Kunden ohne Strom gewesen.

Ein Sturmtief war auch über die Scilly-Inseln vor der Küste Cornwalls gezogen. Hier konnten stundenlang die letzten Stimmen für die britische Parlamentswahl nicht ausgezählt werden.

Milde Temperaturen und Sturmböen im Südwesten

Auch im Südwesten fegt der Wind weiter mit starken Geschwindigkeiten vor allem über die Höhenlagen. Besonders im Mittelgebirge sowie in den Alpen sollten sich die Menschen von Wäldern, Gipfeln und Anhöhen fernhalten. In der Nacht kam von Südwesten her neuer Regen.

Der Wind soll auch am Sonntag noch bleiben. Außerdem wird es mit bis zu 15 Grad ganz schön mild. In Rheinland-Pfalz gab es am Freitag und Samstag mehrere Verkehrsunfälle wegen des Sturms.

Autor
SWR3