Autor
Laura Bisch
Laura Bisch, SWR3; Foto: SWR3
Stand:

Das durchziehende Sturmtief Lolita hat am Dienstag im Süden und Westen Deutschlands zu Unfällen mit einem Toten und mehreren Verletzten geführt. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes soll es bis Mittwoch keine Entwarnung geben.

Laut Polizei starb in Neuenburg am Rhein in Baden-Württemberg ein 24-jähriger Kranführer, als ihn ein an seinem Fahrzeug hängendes Bauteil traf. Aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz meldete die Polizei insgesamt drei Verletzte.

Ist Lolita Schuld am Tod des Kranführers?

Wie die Polizei in Freiburg mitteilte, ereignete sich der Unfall mit dem Kran am Vormittag. Es bestehe der Verdacht, dass die Windverhältnisse zu dem Geschehen geführt hätten. Die Ermittlungen dazu liefen aber noch.

Auch anderswo in der Region gab es diverse Einsätze wegen umgestürzter Bäume – teils wurden Autos beschädigt. Aus dem Saarland meldete die Polizei am Dienstag zwei Verletzte: Zwei Spaziergängerinnen im Alter von 65 und 72 Jahren wurden demnach bei Wadern von der Krone eines Baums getroffen, die durch die Sturmböen abbrach. Sie erlitten unter anderem Brüche an Beinen und Füßen.

Bei Wiesloch in Baden-Württemberg liegen Äste auf der Fahrbahn.; Foto: picture alliance/Marco Friedrich / Einsatzreport2/dpa

Auch hier zeigte Lolita am Dienstag ihren Effekt: Bei Wiesloch in Baden-Württemberg liegen Äste auf der Fahrbahn.

picture alliance/Marco Friedrich / Einsatzreport2/dpa

Auf einem Betriebsgelände in der Nähe von Saarburg in Rheinland-Pfalz wurde am Dienstag ein 35-jähriger Arbeiter von einem abbrechenden Ast im Nacken getroffen und stürzte zehn Meter einen Abhang hinunter. Auch er kam mit diversen Verletzungen in ein Krankenhaus.

Sturmtief soll noch bis Mittwoch anhalten

Nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts in Offenbach sollte das Tief bis Mittwoch vor allem im höheren Bergland sowie im Umfeld von Gewittern für schwere Sturm- und Orkanböen sorgen. In den Alpen und im Südschwarzwald in Höhen von mehr als 600 Metern war demnach auch mit stärkerem Schneefall zu rechnen.

Autor
Laura Bisch
Autor
SWR3