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Björn Widmann
Björn Widmann, SWR3; Foto: SWR3
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Freitagabend hat ein Wirbelsturm in Freinsheim und Leiningerland im Kreis Bad Dürkheim hohen Schaden angerichtet. Die Folge: abgedeckte Dächer, umgeknickte Bäume und zerbeulte Autos.

Im Dackenheimer Weg in Bobenheim am Berg hat der Tornado am schlimmsten gewütet: Hier wurden gleich elf Häuser beschädigt. Der Wind deckte die Dächer ab, knickte Bäume um und beschädigte Autos. Insgesamt sei der Schaden sechsstellig, teilte die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Freinsheim mit.

Anwohner hatten den Tornado gefilmt und die Videos bei Facebook geteilt. Allerdings sei bisher noch nicht klar, ob die Aufnahmen wirklich echt sind. Der Deutsche Wetterdienst teilte mit, angesichts der Wetterlage sei es jedenfalls nicht unwahrscheinlich, dass das Unwetter in Bobenheim ein Wirbelsturm war. „Es war wahrscheinlich nur ein schwacher Tornado“, sagte ein Sprecher.

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Hausbewohner mussten umziehen

Ein Sprecher der Feuerwehr sagte, drei Häuser dürften zunächst nicht mehr betreten werden. Die Bewohner kamen nach Angaben des Bürgermeisters bei Verwandten oder in Ferienwohnungen im Ort unter.

Tornado in Bobenheim am Berg; Foto: SWR

Freitagnachmittag hingen dicke Wolken über den Verbandsgemeinden Freinsheim und Leiningerland.

SWR

120 Helfer von der Feuerwehr, vom Technischen Hilfswerk und vom Roten Kreuz waren im Einsatz. „So eine Katastrophe hat Bobenheim noch nie gesehen“, sagte Ortsbürgermeister Dietmar Leist (CDU). Feuerwehr und Technisches Hilfswerk waren mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort.

Starke Unwetter in Hessen

Unwetter haben am Freitagabend aber auch in anderen Teilen Deutschlands für Probleme gesorgt. Auf der A5 südlich von Darmstadt hat es so stark geregnet, dass die Autobahn unter Wasser stand. Die Polizei berichtete von mehreren Beinahe-Unfällen wegen Aquaplaning. Auch Keller hätten vereinzelt unter Wasser gestanden.

Überhaupt war Hessen stark betroffen. Gewitter und heftiger Regen haben am Frankfurter Flughafen die Abfertigung von Passagieren und Flugzeugen für eine Stunde lahmgelegt. In Nord- und Mittelhessen standen viele Keller unter Wasser. Insgesamt dauerten die Gewitter über Hessen etwa zwei Stunden.

23 Verletzte bei Unfallserie in Thüringen

Bei einer Unfallserie in Thüringen sind mindestens 23 Menschen verletzt worden, sechs von ihnen schwer. Auf der A4 in der Nähe von Eisenach waren 17 Autos ineinander gekracht. Die Polizei teilte mit, dass die Fahrer bei Aquaplaning viel zu schnell unterwegs gewesen seien.


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Björn Widmann
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