Autor
Laura Bisch
Laura Bisch, SWR3; Foto: SWR3
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Zuerst hofften die Menschen in Australien auf Regen – jetzt haben heftige Regenfälle im Osten Australiens für Überschwemmungen gesorgt. Erneut sind Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Die Regierung verspricht der Tourismusbranche Millionen.

Gewitter und Starkregen sorgten für Überschwemmungen, Landstraßen und Autobahnen wurden komplett überspült – vor allem im Bundesstaat Queensland. Die örtliche Feuerwehr warnte auf Twitter vor reißenden, unberechenbaren Strömen.

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Wetterexperten rechnen außerdem mit starken Winden.

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Es regnet stark, aber nicht genug

Laut dem Amt für Wetterkunde ist in einigen Regionen die dreifache Niederschlagsmenge eines ganzen Monats innerhalb von nur zwölf Stunden gefallen – in anderen dafür wenig bis nichts.

Um beispielsweise die dreijährige Dürre an der Ostküste Australiens zu beenden, sei noch mehr Regen nötig, so das Amt weiter. Die dort entstandenen Flüssigkeitsdefizite seien nach so langer Zeit der Trockenheit einfach zu groß.

Menschen sind trotzdem erleichtert

In den Bundesstaaten New South Wales und Victoria, die seit Monaten besonders stark von den Waldbränden betroffen sind, brachte der Regen allerdings direkt Erleichterung: Bilder von Menschen, die in Schlamm und Regen tanzen, gingen um die Welt.

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Gebannt sind die Brände damit allerdings noch nicht: Nach wie vor lodern mehr als 100 Waldbrände, vor allem an der Ostküste. Gewitterblitze haben zudem neue Feuer ausgelöst. Die Arbeit der Feuerwehren wurde stellenweise durch die Regenfälle erschwert, weil Löschzüge über die matschigen Straßen nicht vorwärts kommen konnten oder im Schlamm stecken blieben.

Tiere sterben weiterhin

Hunderttausende Fische starben in einem Fluss in New South Wales, weil die Asche der Waldbrände durch den Regen in das Gewässer gespült wurde. Beobachter beschreiben Teile des Flusses als „teigig, Mischung aus Schlamm und toten Fischen“. Viele Jungtiere in ganz Australien verloren außerdem ihre Eltern. Zeitweise gab es einen Aufruf an Menschen weltweit, Beutelchen für sie zu nähen.

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Zuletzt hatten Helfer in Gebieten, die besonders stark unter den Bränden gelitten hatten, Gemüse für Wildtiere abgeworfen. Dort waren die Brände zwar gelöscht, durch sie ist aber auch viel Futter verbrannt.

Millionen für die Tourismusbranche, der Milliarden fehlen könnten

Die australische Regierung hat der Tourismusbranche finanzielle Hilfe versprochen. Sie wolle umgerechnet 47 Millionen Euro zur Verfügung stellen, teilte Regierungschef Scott Morrison mit. Das Geld stamme aus einem nationalen Fonds, der zum Wiederaufbau nach den Buschbränden eingerichtet wurde. Die australische Tourismusbranche befürchtet wegen der Brände in diesem Jahr Einbußen von rund 4,5 Milliarden Dollar.

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