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Ist die Periode schmutzig? Sind Schamhaare unhygienisch? Und sind Scheiden-Spülungen mit Cola eine Verhütungsmethode? Diese und weitere Fragen beantwortet ab sofort das Vagina Museum in London.

60.000 Euro sammelte das Projekt via Crowdfunding, nun kann es losgehen: Im hippen Londoner Stadtteil Camden Market eröffnet am Samstag das Vagina Museum. Es ist das erste seiner Art – ein ähnliches Projekt gab es bislang nur als virtuelles Museum.

Museum für alle

Die Ausstellung richtet sich explizit auch an Männer. „Es ist wichtig, alle gleich über die Thematik aufzuklären“, sagte Kuratorin Sarah Creed der Deutschen Presseagentur.

Etwa 50 Prozent der Weltbevölkerung hat eine. Die meisten von uns kamen zur Welt durch eine. Trotzdem sind Vaginas und der Rest der gynäkologischen Anatomie immer noch ein Tabu-Thema.

Erklärungstafel im Vagina Museum

Vagina-Mythen aufklären

Ziel des Museums ist es, besser über die weiblichen Geschlechtsorgane aufzuklären. Viel zu viele Mythen und Gerüchte gebe es noch: Etwa, dass die Periode schmutzig sei, Schambehaarung unhygienisch, oder dass eine Vagina-Spülung mit Cola eine Schwangerschaft verhindern könne.

Durch die Exponate und viele begleitende Veranstaltungen will das Team um Museumsgründerin Florence Schechter die Vagina enttabuisieren. Sie wolle Menschen ermutigen, offen über weibliche Anatomie zu sprechen, heißt es auf der Museums-Website.

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Die erste Ausstellung mit dem Titel „Muff Busters“ läuft bis Ende Februar 2020 und soll kostenlos zugänglich sein.