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Patrick Seibert
Patrick Seibert; Foto: Patrick Seibert
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Essbare Schutzhüllen statt Plastikverpackungen: damit wollen Lebensmittelhändler Gurken, Avocados und Co. länger frisch halten. In ausgewählten Supermärkten gibt es das jetzt zu kaufen.

Für immer mehr Kunden sind Plastikverpackungen bei Obst und Gemüse tabu. Aber ohne eine schützende Kunststoffhülle werden die Lebensmittel oft schneller unansehnlich und damit unverkäuflich.

Die Lebensmittelhändler Edeka, Rewe, Netto und Penny testen deshalb neue Techniken. Damit soll die empfindliche Ware auch ohne Kunststoffverpackung länger frisch gehalten werden. Helfen soll eine hauchdünne, essbare Schutzschicht, die direkt auf die Schale der Früchte aufgetragen wird.

Lebensmittel bleiben auch ohne Plastik länger frisch

Der Vorteil dieser neuen Beschichtung ist, dass die Atmung und das Verdunsten von Wasser aus den Früchten verhindert werden. Dann trocknen sie nicht so schnell aus und sie bleiben auch länger frisch, sagt SWR-Umweltredakteurin Elke Klingenschmitt.

Hersteller der essbaren Schutzschicht ist der US-Konzern Apeel Sciences. Laut der Firma besteht der Schutzmantel aus rein pflanzlichen Materialien, die in Schalen, Samen und im Fruchtfleisch verschiedener Obst- und Gemüsesorten vorkommen. Er sei geschmacks- und geruchlos und problemlos essbar.

Bald auch für Erdbeeren und Äpfel?

In Deutschland werden die essbaren Schutzschichten bis jetzt nur bei Früchten eingesetzt, deren Schale nicht gegessen wird. Doch auf Dauer könnte der Überzug auch bei anderen Produkten üblich werden.

Der Hersteller Apeel Sciences hat nach eigenen Angaben Rezepturen für 30 verschiedene Obst- und Gemüsesorten entwickelt, darunter Erdbeeren, Tomaten, Äpfel und Paprika.