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Omarosa Manigault Newman hat Wahlkampf für Donald Trump gemacht, dann wurde sie gefeuert. In einem neuen Buch, das am Dienstag erscheint, bezeichnet sie den US-Präsidenten als „Rassisten“. Der reagiert mit bösen Tweets.

Eigentlich hat Donald Trump derzeit Urlaub. Und eigentlich gibt es wichtigere Themen, zu denen sich der US-Präsident äußern könnte. Doch am Tag vor der Buchveröffentlichung seiner früheren Mitarbeiterin Omarosa Manigault Newman twitterte sich Trump geradezu in Rage: „Bekloppte Omarosa. Die Leute im Weißen Haus haben sie gehasst. Sie war bösartig, aber nicht schlau.“

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Und in einem anderen Tweet nannte er die 44-jährige Afroamerikanerin, die er vor 15 Jahren in seiner Reality-TV-Show entdeckt hatte, „low life“, was so viel wie „Abschaum“ bedeutet.

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Trump ist „geistig rückständig“

Doch auch Omarosa teilte im Sender NBC aus. Viel zu lange habe sie Trump verteidigt. In Wirklichkeit sei er ein „Rassist“. Jeden Tag belüge der Präsident das amerikanische Volk. Und seine Mitarbeiter verschwiegen der Öffentlichkeit, wie unfähig Trump sei, „wie geistig rückständig er ist. Wie schwierig es für ihn ist, komplexe Informationen zu verstehen. Wie er einigen der wichtigsten Themen für unser Land einfach nicht folgen kann.“

Heimlich Gespräche mitgeschnitten

Was Trump und das Weiße Haus besonders empört: Seine frühere Mitarbeiterin schnitt heimlich zahlreiche Gespräche im Weißen Haus mit, so wie es auch Trump bei Telefonaten gerne tut. So veröffentlichte Omarosa Teile ihres Vier-Augen-Gesprächs mit Stabschef John Kelly, als dieser sie im Dezember entließ - ein Gespräch, das im streng vertraulichen „Situation Room“ stattfand, in dem keine elektronischen Geräte erlaubt sind.

Und - besonders peinlich für den Präsidenten - Omarosa veröffentlichte auch Trumps Beteuerungen, er habe nicht gewusst, dass sein Stabschef sie loswerden wolle: „Das wusste ich nicht. Verdammt! Ich mag es überhaupt nicht, dass Du gehst!“

Missachtung der nationalen Sicherheit

Trumps Sprecherin Sarah Sanders kritisierte die Mitschnitte ihrer früheren Kollegin Omarosa als „eklatante Missachtung unserer nationalen Sicherheit“. Und Trumps Beraterin Kellyanne Conway warf ihr vor, sie versuche mit Lügen ihr Enthüllungsbuch zu pushen.

Tatsächlich gilt die einst hochrangigste und am besten bezahlte Afroamerikanerin im Weißen Haus nicht als besonders glaubwürdig. Allerdings bestätigt ihr Buch Schilderungen anderer Insider über Chaos und Intrigen im Weißen Haus und die Inkompetenz des Präsidenten.