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Tim Stobbe
Tim Stobbe, SWR3; Foto: SWR3
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Eine Woche des Protests und zivilen Ungehorsams haben die Klimaaktivisten von „Extinction Rebellion“ angekündigt, den ersten Tag haben sie hinter sich. Während in Berlin Straßenblockaden friedlich verliefen, wurden in London und Amsterdam viele Aktivisten festgenommen.

„Extinction Rebellion“ an der Siegessäule; Foto: Reuters

An der Siegessäule haben die Aktivisten von „Extinction Rebellion“ den Verkehr blockiert.

Reuters

Die Klimaaktivisten von „Extinction Rebellion“ haben ihre Aktionen am Dienstag fortgesetzt: In Australien protestierten unter anderem in Brisbane und Melbourne mehrere Hundert Menschen. In Berlin übernachteten Dutzende Aktivisten in Schlafsäcken unter der Siegessäule, um den Verkehr dort auch am zweiten Tag in Folge zu blockieren.

Mehr als 150 Teilnehmer verharrten bis in die Nacht am Potsdamer Platz, nachdem die Polizei eine Räumung abgebrochen hatte. Am Morgen setzten die Beamten die Räumung jedoch fort, bis zum Mittag war der Potsdamer Platz geräumt. Die Aktivisten seien überwiegend gegangen oder wurden weggetragen.

Was ist Extinction Rebellion?; Foto: picture alliance/Danny Lawson/PA Wire/dpa

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Dauer

Die Blockade am Großen Stern, dem Verkehrsknotenpunkt an der Siegessäule, dauerte jedoch an. Polizei und Behörden beraten noch, wie sie weiter verfahren. Davon ab haben die Aktivisten von „Extinction Rebellion“ für den Dienstag keine weiteren Aktionen geplant – zumindest eigenen Angaben nach.

„Die müssen ja schlafen“

In der Nacht sei die Lage in der Hauptstadt ruhig gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei am frühen Morgen und fügte an: „Die müssen ja schlafen, die wollen morgen weitermachen.“

Am Montag hatten etwa 3.000 Demonstranten Straßen an der Siegessäule und am Potsdamer Platz in Berlin blockiert, um für mehr Klimaschutz zu protestieren. Zu Beginn der Demonstrationswoche blieben die Auswirkungen der Straßenblockaden in Berlin, wo die Schulen derzeit Herbstferien haben, aber trotzdem überschaubar.

Hunderte Festnahmen in London

Es gab in mehreren Großstädten weltweit Aktionen von „Extinction Rebellion“. Die britische Polizei hat Hunderte Klima-Aktivisten in London festgenommen. Bis zum späten Montagabend waren etwa 280 Demonstranten festgesetzt worden, die Straßen und Brücken blockiert hatten. Offizielle Angaben von Scotland Yard, wie viele Demonstranten sich in der britischen Hauptstadt aufhalten, gibt es nicht.

Britische Medien rechneten mit weiteren Sperrungen am Dienstag und gingen von etwa 30.000 Teilnehmern aus. Viele Demonstranten übernachteten in Zelten in der Nähe des Parlaments mitten in der Metropole. Sie tanzten, trommelten und machten immer wieder mit Sprechchören auf sich aufmerksam.

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