Facebook muss 110 Millionen Euro Strafe zahlen. Das hat die EU-Kommission entschieden. Es geht um falsche Angaben, die Facebook bei der Übernahme von Whatsapp gemacht hatte.

Grund für die Millionen-Strafe sind Widersprüche bei der Datenweitergabe zwischen WhatsApp und Facebook. Als die Übernahme im Jahr 2014 geprüft wurde, hatte Facebook gesagt, dass die Konten eines Nutzers bei Facebook und bei WhatsApp nicht automatisch miteinander verknüpft werden könnten.

Im August 2016 erklärte der Konzern dann, dass Nutzerdaten von WhatsApp, wie Telefonnummer und Telefonbuchkontakte, an Facebook weitergegeben würden. Die EU-Kommission eröffnete im vergangenen Dezember deshalb ein Verfahren gegen Facebook, denn sie sah sich durch die früheren Angaben von Facebook getäuscht.

110 Millionen: Milde Strafe für Facebook

Als das Verfahren gegen Facebook eröffnet wurde, stellte die EU-Kommission noch eine deutlich höhere Strafe gegen den Konzern in Aussicht – nämlich von bis zu einem Prozent der weltweiten Umsätze im vergangenen Jahr. Das wären rund 276 Millionen Dollar gewesen. Stattdessen wurden es jetzt nur 110 Millionen Euro, also noch nicht einmal 0,5 Prozent des Facebook-Umsatzes. Die EU-Kommission glaubt trotzdem, dass die aktuelle Millionen-Strafe abschreckend auf andere Konzerne wirken könnte.