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Die Bahn wechselt an diesem Samstag ihren Fahrplan. Das bedeutet neue Preise, neue Züge, Neues zu Strecken und Streckenabschnitten. Wir wissen, was sich ändern wird.

Anders als sonst wird es in diesem Jahr wohl keine höheren Preise im Fernverkehr geben. „Die Preise für Bahncards werden ebenfalls nicht angehoben“, sagte ein Bahnsprecher dem SWR.

Fernverkehrstickets sollen nicht teurer werden

Im Gegenteil: Es wird voraussichtlich günstiger für Kundinnen und Kunden. Denn laut Klimapaket der Bundesregierung soll die Mehrwertsteuer auf Tickets im Fernverkehr gesenkt werden – von 19 auf 7 Prozent. Die Bahn will das direkt in den Preisen weitergeben, sobald das Klimapaket vom Bundesrat durchgewunken wird.

Der Fahrgastverband Pro Bahn Baden-Württemberg findet das zwar gut, hält Pünktlichkeit allerdings für mindestens genauso wichtig: „Verspätungen, Zugausfälle oder umgekehrte Wagenreihungen – die Bahn muss zuverlässiger werden“, sagt der Vorsitzende Stefan Buhl. Er ergänzt:

„Billig ist gut, aber die Qualität darf nicht vernachlässigt werden.“

Stefan Buhl, Pro Bahn Baden-Württemberg

Mega-Sperrung zwischen Stuttgart und Mannheim

Neu sind außerdem mehrere ICE 4. Der modernste Intercity-Express-Zug soll in Zukunft auf den Strecken Freiburg-Mannheim-Hamburg und Ulm-Stuttgart-Dortmund eingesetzt werden. Fahrgastverbände kritisieren hier aber die zu klein geratenen und unbequemen Sitze.

Eine Mega-Sperrung steht Fahrgästen im Frühjahr bevor: Vom 10. April bis zum 31. Oktober 2020 wird die Pendelstrecke Stuttgart-Mannheim, die täglich von rund 66.000 Reisenden genutzt wird, saniert. Dafür soll sie voll gesperrt werden, Fahrzeiten werden sich laut Bahn ändern.

Nachtzüge durch Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz

Die Bahn will außerdem mehr Nachtzüge einsetzen. Täglich soll am späten Abend ein ICE von Ulm über Stuttgart nach Berlin fahren. Die Österreichische Bundesbahn bietet ab Januar 2020 auch einen Nachtzug von Wien nach Brüssel an, der auch durch Rheinland-Pfalz fahren wird.

Autor
SWR3