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Wer hat das nicht schon mal erlebt: Als Tiger zum Friseur gekommen, als Bettvorleger wieder gegangen. Eine unzufriedene Kundin hat nun konsequent gehandelt: Sie wählte den Notruf.

Eine Frau in Lübeck hat die 110 gewählt, weil der Friseur auch nach dem dritten Anlauf ihre Haare noch immer nicht richtig gefärbt hatte. Die Frau habe den Beamten ihr „Riesenproblem“ geschildert und wisse sich nicht mehr weiter zu helfen. Das meldete die Polizei Lübeck und Ostholstein über Facebook.

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Falscher Notruf kann ernste Folgen haben

Die Polizei wies auf den ernsten Aspekt dieses grundlosen Notrufs hin. Abgesehen davon, dass eine solche Angelegenheit natürlich über den zivilen Rechtsweg gelöst werden sollte, falls keine anderen Mittel zur Verfügung stehen, kann der Notrufmissbrauch zur Anzeige führen.

Wegen „Missbrauchs von Notrufen und Beeinträchtigung von Unfallverhütungs- und Nothilfemittel“, also letztendlich der grundlosen Störung im Betriebsablauf, kann es laut Strafgesetzbuch bis zu ein Jahr Gefängnis oder eine Geldstrafe geben.

Autor
SWR3