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Mario Demuth
Mario Demuth, SWR3; Foto: SWR3
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Das Feuer in der Mainzer Rheingoldhalle ist offenbar gelöscht. Ein Großaufgebot an Feuerwehrleuten ist vor Ort. Sie suchen weiter nach Glutnestern. Der Brand hatte auch Auswirkungen auf Pendler.

Etwa 100 Feuerwehrleute aus Mainz und Wiesbaden sind rund um die Mainzer Rheingoldhalle im Einsatz. Der Brand ist nach Angaben der Stadt Mainz inzwischen gelöscht. Die Suche nach Glutnestern gehe jedoch weiter, sagte der Mainzer Oberbürgermeister Michale Ebling (SPD). Am Vormittag waren dicke Rauchschwaden über der Stadt zu sehen.

Halle wird zurzeit saniert

Bild der Mainzer Rheingoldhalle. Rauch steigt aus dem Dach. Die Feuerwehr ist mit Löscharbeiten im Einsatz.; Foto: picture alliance/Silas Stein/dpa

100 Einsatzkräfte der Feuerwehr Mainz wurden zur Rheingoldhalle gerufen.

picture alliance/Silas Stein/dpa

Nach ersten Erkenntnissen ist das Feuer möglicherweise durch einen Schwelbrand bei Bauarbeiten entstanden, sagte Polizeisprecher Rinaldo Roberto der Deutschen Presse-Agentur. Die genaue Ursache stehe aber noch nicht fest. Die Halle wird seit Ende 2018 saniert.

Zunächst war von einem Brand im benachbarten Hilton-Hotel ausgegangen worden. Verletzt wurde nach Angaben eines Stadtsprechers niemand. Das Hotel sei vorsichtshalber teilweise evakuiert worden. Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Nach Angaben von Polizeisprecher Roberto besteht aber keine Gefahr: „Die Feuerwehr misst ständig.“

Mainzer OB: „Ein Stück Mainz brennt“

Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) sagte vor Ort: „Das ist ein Stück von Mainz, das brennt.“ Die Halle sei mit „ihrer schönen und reichen Geschichte“ eng mit der Stadt verbunden. Dort finden unter anderem viele traditionelle Fastnachtsveranstaltungen statt.

Für heute waren verschiedene Veranstaltungen in der Rheingoldhalle geplant. Die Veranstalter versuchen jetzt, die Kongresse an andere Orte zu verlegen. Wie sich der Brand auf die langfristige Nutzung auswirkt, ist noch unklar.

Straßensperrungen wegen starken Rauchs

Die Polizei schätzt den Schaden auf mehrere hunderttausend Euro. Teile der Dachkonstruktion seien eingestürzt, sagte ein Polizeisprecher. Oberbürgermeister Ebling geht von einem immensen Schaden aus, da das Löschwasser sehr weit in das Gebäude eingedrungen sei.

Wegen der Löscharbeiten mussten einige Straßen gesperrt werden – darunter auch die Rheinstraße. Der Verkehr am Rheinufer stand am Vormittag über Stunden komplett still. Verkehrsbehinderungen gab es auch auf den Autobahnen 60 und 643.

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