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In Bruchsal (Kreis Karlsruhe) sind beim Absturz eines Kleinflugzeugs drei Menschen gestorben. Die Maschine war beim Landen gegen die Wand eines Baumarktes geprallt. Sie war in Nordrhein-Westfalen gestartet.

Laut Polizei wurden bei dem Aufprall auf die Fassade eines Baumarktes die drei Insassen des Kleinflugzeugs getötet. Dabei handelt es sich um einen 80-jährigen Mann, der wohl Pilot der Maschine war, seine 60 Jahre alte Lebensgefährtin und deren 32-jährigen Sohn. Nach Angaben der Polizei war das Flugzeug nahe Olpe in Nordrhein-Westfalen gestartet und war auf dem Weg ins bayerische Dachau.

Pilot wollte vermutlich notlanden

Wegen Problemen mit dem Flugzeug hatte der Pilot vermutlich versucht, auf der nahe gelegenen Landebahn des Bruchsaler Flugplatzes notzulanden.

Absturzstelle des Kleinflugzeuges in Bruchsal; Foto: picture alliance/Uli Deck/dpa

Absturzstelle des Kleinflugzeuges in Bruchsal

picture alliance/Uli Deck/dpa

Das sei missglückt. Das Kleinflugzeug war abgedreht, hatte einen Metallzaun durchbrochen und war anschließend gegen die Außenwand des Baumarktes in einem Gewerbegebiet geprallt.

Das Gebäude wurde vorsorglich geräumt. Im Baumarkt waren laut Polizei weder Mitarbeiter noch Kunden zu Schaden gekommen, da das Flugzeug die Außenwand nicht durchbrochen habe. Vier Menschen wurden aber von Notfallseelsorgern betreut. Der Aufprall habe sich außerdem auf der Rückseite der Halle ereignet, wo es keinen Besucherverkehr gibt. Die Statik des Gebäudes werde noch überprüft, weshalb die Halle noch gesperrt sei.

Unfallursache ist noch unklar

Warum der Landeversuch scheiterte, ist laut Polizei noch unklar. Zeugen berichteten, dass das Flugzeug merklich taumelte und mehrere Landeanflüge versuchte, bevor es zum Aufprall kam. Derzeit werten die Ermittler die Aussagen aus und sichern Videoaufnahmen.

Das Flugzeug besteht laut Polizei aus einer Holzkonstruktion. Üblicherweise starten und landen auf der Graspiste nahe der A5 nach Angaben des Vereinsvorstands nur Mitglieder des Luftsportvereins Bruchsal.