Stand:

Das klingt erst mal nicht passend: Die Formel 1 will bis zum Jahr 2030 CO2-neutral werden. Was ist dran an diesem ehrgeizigen Plan?

Die Formel 1 gilt wohl als eine der klimaunfreundlichsten Sportarten. Die Branche will das jetzt ändern. Ab dem Jahr 2030 soll der Motorsportbereich darum CO2-neutral sein.

Bis 2025 alle Veranstaltungen nachhaltig

Das Projekt solle umgehend beginnen, schließlich ist 2030 schon in 11 Jahren. In einer Mitteilung steht, dass auch der Reise- und Logistikbereich der Formel 1 „ultra-effizient“ werden solle. Büros, Einrichtungen und Werke sollen zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden.

„Mit der ersten Nachhaltigkeitsstrategie der Formel 1 erkennen wir die entscheidende Rolle an, die alle Organisationen bei der Bewältigung dieses globalen Problems spielen müssen.“

Formel-1-Geschäftsführer Chase Carey

Noch früher, schon bis 2025, sollen alle Veranstaltungen selbst nachhaltig sein. Das bedeute, heißt es in der Mitteilung, dass nachhaltige Materialien verwendet werden und Einwegplastik verbannt wird. Dazu sollen die Fans dazu gebracht werden, auf „grünerem Weg“ zu den Grand-Prix-Strecken zu reisen – was auch immer das konkret heißt.

Entwickelt die Formel 1 einen klimaneutralen Motor?

An dem Plan arbeitete die Formel 1 nach eigenen Angaben ein Jahr lang. Beteiligt waren Vertreterinnen und Vertreter des Automobilweltverbandes FIA waren auch Nachhaltigkeitsexpertinnen und -experten, die Teams der Formel 1, Veranstalter und weitere Partner. Der FIA-Chef Jean Todt sagte, es sei ein „ambitionierter aber erreichbarer Plan“.

Formel-1-Chef Carey sagte zudem, Formel 1 habe in der Vergangenheit bereits häufig Pionierarbeit für die Autoindustrie geliefert. Die Formel 1 glaube daran, dabei helfen zu können, „den ersten klimaneutralen Hybrid-Verbrennungsmotor zu entwickeln, der den weltweiten Ausstoß deutlich verringern würde“.

Autor
SWR3