Autor
Svenja Maria Hirt
Svenja Maria Hirt, SWR3; Foto: SWR3/Alexander Winkler
Stand:

Kurzurlaub und dann das: Der Hund ist weg. Einem Ehepaar aus den USA ist zum Wiederfinden kein Mittel zu schade. Der Job wird dafür gekündigt, wochenlang wird gesucht – mit Erfolg.

Als Carole und ihr Mann Verne King zurück zu ihrem Hotelzimmer kommen, ist sie weg. Keine Spur von der siebenjährigen Hündin Katie. Sie muss es geschafft haben, die Tür zu öffnen. Wahrscheinlich, weil sie vor einem Gewitter flüchten wollte.

Bis nachts um vier suchten die Kings am ersten Tag nach ihrem Border Collie, wie die New York Times schreibt. Doch weit und breit kein Hund in Sicht. Das Hotel empfahl den Kings, Fotos von Katie auszuhängen. Und so tapezierten sie Lichtmasten und Briefkästen im kleinen Städtchen Kalispell im Bundesstaat Montana.

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So weit nichts Ungewöhnliches. Eine Geschichte, die schon viele Hundebesitzer erlebt haben. Ob mit Happy End – oder nicht.

Extreme Suche – extreme Maßnahmen

Die Kings blieben dran. Tagelang suchten sie nach ihrer Katie. Doch es mussten härtere Geschütze her und so bestellten die beiden zwei Wildkameras und Tierfallen, um Katie mit ihren Lieblingssnacks anzulocken. Carole King joggte auch durch die Nachbarschaft, um ihren Hund mit ihrem Schweiß anzulocken. Später kauften die Eheleute noch eine Nachtsichtbrille. Trotzdem blieb Katie spurlos verschwunden.

Hundebesitzerin kündigt Job

37 Tage lang suchten die Kings bereits nach ihrem Hund. Als Carole im August wegen ihrer Arbeit eine Woche nach Hause musste, setzte ihr Mann die Suche alleine fort. Carole fragte nach einer Auszeit, um weiter zu suchen. Doch das war nicht möglich und so kündigte sie.

Vermeintlich hoffnungslose Suche

Nach 53 Tagen fragten sich die Kings, ob ihr Hund niemals gefunden werden würde. Es gab immer noch keinerlei Anzeichen, ob Katie lebte oder schon tot war.

Doch dann das: An Tag 57 bekam Carole einen Hinweis, dass Katie in einem Hinterhof gesehen wurde. Carole und ein Freund eilten herbei, doch der gesichtete Hund war schon wieder verschwunden. Die beiden suchten in der Umgebung und trafen zwei Spaziergänger, denen sie von Katie berichteten. Und dann kam es zum großen Wiedersehen.

Wiedersehen nach 57 Tagen

Katie lag unter einem Baum ganz in der Nähe und rannte, nachdem sie ihren Namen hörte, wenn auch erst vorsichtig, dann mit voller Geschwindigkeit zu ihrem Frauchen.

Der New York Times sagte Carole King: „Alles, was ich denken konnte, war: Ich bin fertig. Ich habe sie. Ich habe geweint und sie festgehalten mit einer festen Umarmung. Ich konnte sie gar nicht schnell genug ins Auto kriegen, damit ich sie bloß nicht wieder verliere.“

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Svenja Maria Hirt
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SWR3