Das Motiv des Attentäter von Las Vegas liegt weiter im Dunkeln. Nun gibt es erste Hinweise, denen zufolge der Täter auch eine Autobombe zünden wollte.

Nach dem Massaker in Las Vegas, bei dem 58 Menschen getötet wurden, liegen die Motive des Attentäters weiter im Dunkeln. Auch die erste Befragung der Freundin des Täters ergab keine weiteren Hinweise. Sie war am Mittwoch nach ihrer Rückkehr in die USA befragt worden.

Indizien für einen Bombenanschlag?

US-Ermittler überprüfen nun, ob der Todesschütze von Las Vegas weitere Attacken geplant hatte. Es werde untersucht, ob er eine Autobombe zünden wollte. Die Untersuchungen stünden aber noch ganz am Anfang, meldet die Nachrichtenagentur AP. Im Auto des 64-Jährigen waren mehrere Kilo explosives Material und weitere Munition gefunden worden.

Waffenlobby knickt ein

Ein sogenannter „bumb stock“ isst an einem halbautomatischen Gewehr angebracht. ; Foto: dpa/picture-alliance

Gibt es bald ein Verbot für den Maschinengewehr-Simulator „Bumb Stock“?

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Nach dem Massaker ist inzwischen auch die mächtige Waffenlobby NRA in den USA zu Zugeständnissen bereit. Sie will prüfen lassen, ob der Verkauf von sogenannten Bumb Stocks legal ist. Mit diesen Vorrichtungen kann man halbautomatische Waffen zu vollautomatischen, die wie ein Maschinengewehr funktionieren, umrüsten.

Der Attentäter Stephen Paddock nutzte diese Vorrichtung. Das Zubehör kostet im Internet 99 Dollar und ist völlig legal zu erwerben.

Demokratische US-Senatoren hatten am Mittwoch einen Verbotsantrag gefordert. Überraschend signalisierte US-Präsident Donald Trump am Donnerstag Zustimmung. Im Wahlkampf hatte Trump versprochen, er werde nicht am Recht auf Waffenbesitz rütteln.

Trump: „Das Gute ist unser Leuchtturm.“

Präsident Donald Trump spricht zu den Polizisten und Ersthelfern des Massenmordes in Las Vegas. ; Foto: dpa/picture-alliance

Das ganze Land spüre den Schmerz der Stadt, sagte US-Präsident Donald Trump bei einem Besuch in Las Vegas.

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Bei einem Besuch von Überlebenden des Massakers sowie Ersthelfern und Polizisten in Las Vegas sagte Trump, Amerika sei eine Nation der Trauer, die das Leid aller teile. Aber das Böse, das sich in dieser Tat zeige, dürfe nicht triumphieren, so der US-Präsident.

„Das Gute ist unser Leuchtturm“, sagte er. Den Täter nannte Trump eine „sehr kranke, sehr wahnsinnige Person“.