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Mario Demuth
Mario Demuth, SWR3; Foto: SWR3
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Diesen Freitag steht alles im Zeichen des Klimas. Weltweit sind hunderttausende Menschen dem Aufruf der „Fridays for Future“ gefolgt und auf die Straße gegangen. Allein in Deutschland waren über 500 Demos angemeldet.

Hauptziel der Demonstrationen im Rahmen des lange angekündigten weltweiten „Fridays for Future“ - Protesttags ist es, ein Zeichen gegen die aktuelle Klimapolitik zu setzen. Aufgerufen waren alle, nicht nur Schülerinnen und Schüler. In Berlin wurden 80.000 Demonstrierende gezählt, in Hamburg 70.000.

Zeitgleich hat sich die Bundesregierung auf Maßnahmen geeinigt, wie die Klimaziele erreicht werden können. Darin sind unter anderem höhere Spritpreise und eine höhere Pendlerpauschale vorgesehen.

Streiks im Südwesten

In Baden-Württemberg waren Demonstrationen in rund 70 Städten angekündigt. Allein in Freiburg gingen nach Schätzung der Polizei etwa 20.000 Menschen auf die Straße.

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In Stuttgart schätzen die Veranstalter die Zahl der Teilnehmenden auf bis zu 30.000. Zu Demonstrationen wurde unter anderem auch in Mannheim, Karlsruhe, Ulm, und Tübingen aufgerufen.

In Rheinland-Pfalz waren Demos in rund 30 Städten angekündigt, darunter Ludwigshafen, Koblenz, Trier und Kaiserslautern. In Mainz haben sich mindestens 2.000 Menschen zusammengefunden, in Trier rund 1.000.

Aktuelle Entwicklungen findet ihr im Tagesschau-Liveblog:

Deutsche Aktivisten kritisieren die Bundesregierung

In Deutschland geht es um die Pläne zur CO2-Reduktion bis 2030. Leonie Bremer, die Pressesprecherin der „Fridays for Future“ - Bewegung, kritisierte im SWR, die Klimaziele der Bundesregierung stimmten nicht mit denen überein, die im Pariser Klimaschutzabkommen vereinbart worden waren.

Die Bundesregierung macht immer dieses Klein-Klein: Ja, wir wollen was machen, dann aber doch nicht. Was wir tatsächlich brauchen, sind durchgreifende Personen – Leute, die Entscheidungen treffen und sich nicht aus der Verantwortung ziehen. Und wir brauchen viele Maßnahmen (...) Die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, geht nicht mit halber Politik.

Leonie Bremer, Pressesprecherin „Fridays For Future“ Deutschland


Klimastreik-Auftakt in Down Under

Australien hat mit Protesten in 110 Städten den Auftakt gemacht, dort war am Freitag #climatestrike zwischenzeitlich der häufigste Hashtag. In Melbourne zählten die Organisatoren 100.000 Demonstranten.

Fridays For Future: Hunderttausende Demonstranten in Deutschland erwartet; Foto: picture alliance/Mick Tsikas/AAP/dpa

In Sydney nahmen nach Angaben der Organisatoren 80.000 Aktivisten am Streiktag teil.

picture alliance/Mick Tsikas/AAP/dpa

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Es könnten die größten Demonstrationen in Australien seit dem Beginn des Irak-Kriegs 2003 gewesen sein. Das Land ist der weltweit größte Exporteur von Kohle und Flüssigerdgas. Protestorganisatoren forderten die australische Regierung und Unternehmen auf, beim CO-Ausstoßnettowert einen Nettowert von Null bis 2030 zu erreichen.

Umweltaktivisten: Temperaturanstieg und Extremwetter hängen zusammen

Aus Anlass des globalen Klimastreiks toben nicht nur in den sozialen Medien Diskussionen über den Klimawandel. Die gängigsten Thesen haben wir im Faktencheck im Zeichen der Klima-Woche unter die Lupe genommen.

Auch die Umweltaktivisten von „Scientists for Future“ beteiligen sich an diesen Diskussionen und posteten auf Twitter, dass weltweit die Durchschnittstemperatur bereits um ein Grad gestiegen seien, relativ zum Zeitraum 1850 bis 1900. Dabei seien die vergangenen vier Jahre die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gewesen. Verantwortlich für dieses Temperaturplus sei der Mensch und seine Treibhausgasemissionen. Schon jetzt verursache die Erderwärmung in vielen Regionen Extremwetter wie Hitzewellen, Dürren, Waldbränden und Starkregen.

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