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Katharina Kunz
Katharina Kunz, SWR3; Foto: SWR3
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Sie wollen den Klimawandel bekämpfen und ernst genommen werden – die Zahlen am zweiten, weltweiten Fridays for Future-Tag sprechen für sich. In Freiburg „sterben“ tausende Schüler sogar symbolisch aus...

In vielen deutschen und europäischen Städten protestieren zehntausende – meist junge – Menschen für eine bessere Klimapolitik. Insgesamt soll es weltweit Aktionen in mehr als 100 Ländern geben. In Hamburg demonstrieren laut Polizei 17.000 Demonstranten. Es könnten aber noch mehr werden, weil einige Schüler und Studenten ankündigten, erst nach der Schule oder Uni teilzunehmen. In Berlin werden 10.000 Teilnehmer am Brandenburger Tor erwartet.

„Sterbende“ Demonstranten in der Freiburger Innenstadt

Fridays for Future Demos in ganz Deutschland; Foto: picture alliance/Patrick Seeger/dpa

Schülerinnen und Schüler in Freiburg „sterben“ symbolisch aus – wie die Dinosaurier.

picture alliance/Patrick Seeger/dpa

In Freiburg ziehen 8.000 Menschen durch die Altstadt. Dort haben sich Eltern und Großeltern mit den Jugendlichen und Studenten solidarisiert. Mitten in der Innenstadt legten sich viele Demonstranten mehrere Minuten lang zum symbolischen Sterben auf die Straße.

In Stuttgart, Mannheim, Mainz und Karlsruhe demonstrieren vor allem Schüler. Obwohl viele der Klimademonstranten zu jung zum Wählen sind, wollen sie sich vor der Europawahl Gehör verschaffen. „Ich würde jedem empfehlen, sich selbst zu informieren: Wo steht Klimaschutz im Wahlprogramm drin? Es ist leider so, dass keine Partei uns hundertprozentig vertritt“, sagte die Stuttgarter Mitorganisatorin des Fridays for Furture-Protestes, Nisha Toussaint-Teachout, dem SWR.

Hischhausen protestiert in Stuttgart mit

In Stuttgart unterstützt der Mediziner und Fernsehmoderator Eckart von Hirschhausen die Demonstranten auf dem Schlossplatz. Es sei falsch, darüber nachzudenken, was klimafreundliche Lösungen kosten würden, so Hirschhausen im SWR-Interview: „Wir sind einer der reichsten Nationen der Erde und deswegen glaube ich, dass wir gerade in Deutschland und auch in Baden-Württemberg Vorreiter sein könnten“.

Weltweiter Klimaprotest

Zum zweiten Mal haben die Organisatoren den Protest weltweit geplant – es finden nach Veranstalterangaben Kundgebungen an mehr als 1.600 Orten in 119 Ländern statt. An der ersten Auflage am 15. März hatten sich nach Angaben der Veranstalter weltweit etwa 1,9 Millionen Menschen beteiligt, wie aus einer Liste von "Fridays for Future" hervorgeht.

Greta ruft zur Wahl auf

Greta Thunberg, die als 16-Jährige noch nicht wahlberechtigt ist, rief junge Stimmberechtigte zum Urnengang auf. Wer auf die Klima- und Umweltkrise aufmerksam machen wolle und sich um die künftigen Lebensbedingungen sorge, für den sei die Stimmabgabe eines der wirksamsten Mittel. Das sagt sie in einem Video auf Instagram.

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