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Die Digitalisierung der Schulen in Deutschland kommt bisher kaum voran. Sieben Monate nach dem Start des Digitalpakts haben die Länder erst 20 Millionen aus dem milliardenschweren Pakt bewilligt.

Hessen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und das Saarland haben bisher noch kein Vorhaben aus dem Digitalpakt Schule freigegeben. Das berichtet der „Tagesspiegel“. Die Zeitung hat alle 16 Kultusministerien befragt. Schnell scheint demnach besonders Sachsen zu sein – dort wurden inzwischen mehr als acht Millionen Euro bewilligt. Ähnlich sieht es in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Hamburg aus.

Bund hat bisher keinen Überblick

Offenbar haben viele Schulen noch keine Medienkonzepte eingereicht, ohne dürfen sie aber keine Mittel aus dem Digitalpakt beantragen. Viele Schulträger sind offenbar auch noch dabei zu prüfen, wie die aktuelle IT-Ausstattung überhaupt aussieht, und was an Ausbau nötig ist.

Der Bund hat bisher keinen Überblick über die Umsetzung des Digitalpakts – obwohl er der Hauptgeldgeber ist. Das hat eine kleine Anfrage der FDP ergeben. Die Bundesregierung will dem Haushaltsausschuss erst Mitte März darüber berichten.

Fünf Milliarden für die Schul-Digitalisierung

Der Bund stellt bis 2024 fünf Milliarden Euro für den Aufbau digitaler Infrastrukturen an Deutschlands Schulen bereit. Nach jahrelangen Verhandlungen war der Digitalpakt im Mai in Kraft getreten.