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Der argentinische Fußball-Verband hat Flirt-Tipps herausgegeben, wie argentinische Männer bei russischen Frauen landen können. Das ging gehörig nach hinten los.

„Wie kann ich bei einem russischen Mädchen eine Chance haben?“ Mit dieser Überschrift in einem Handbuch mit Verhaltensregeln für die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland hat der argentinische Fußballverband für Aufregung gesorgt. Während einer Schulung wurde das Buch an Journalisten, Funktionäre und Trainer verteilt.

Männer müssen sauber sein und gut riechen

„Russische Frauen mögen es nicht, wie ein Objekt behandelt zu werden“, heißt es im ersten Punkt. „Weil russische Frauen schön sind, wollen Männer nur mit ihnen ins Bett. Vielleicht wollen sie das auch, aber sie sind Menschen und wollen sich auch wichtig und einzigartig fühlen.“ Darauf folgen Tipps, wie Russinnen zu erobern sind. So müsse Mann „sauber“ sein und „gut riechen“.

Zum Schluss werden die Argentinier aufgefordert, wählerisch zu sein. Es gebe viele schöne Frauen in Russland.

Kritik von allen Seiten

Der Aufschrei ließ nicht lange auf sich warten. Nachdem die zweifelhaften Flirt-Tipps über Twitter verbreitet wurden, hagelte es von allen Seiten Kritik. Mittlerweile hat der Verband sich entschuldigt. Die Anleitungen seien irrtümlich in dem Handbuch erschienen.

Zweiter Fauxpas in wenigen Wochen

Es ist bereits das zweite Mal, dass Argentinien mit merkwürdigen Vorbereitungen zur Fußball-WM auf sich aufmerksam macht. Vor wenigen Tagen sorgte ein Werbespot eines argentinischen Sportsenders für Wirbel. In dem Video wird das Verbot von Homosexualität in Russland thematisiert.

Es werden Szenen von Fans gezeigt, die sich auf den Tribünen in die Arme fallen und küssen sowie von nackten Spielern, die in der Kabine ihren Sieg feiern. Am Ende wird der russische Präsident Wladimir Putin direkt angesprochen: „Herr Putin, wenn die Liebe zwischen zwei Männern für Sie eine Krankheit ist, dann sind wir schwer krank. Und wissen Sie was? Es ist ansteckend.“

Nach Kritik, das Video würde Vorurteile noch weiter verbreiten, zog der Sender das Video wieder zurück.

Autor
Amelie Heß
Autor
SWR3