Das Glastonbury Festival ist bekannt als das größte Open-Air-Musikevent der Welt. Bald wird es wohl auch bekannt dafür sein, dass Besucher dort ihren eigenen Strom erzeugen – mit Urin.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass man aus Urin Strom herstellen kann. Strange genug. Das Glastonbury Festival in Großbritannien will das jetzt nutzen. Wie Metro berichtet, gibt es in der Nähe einer der Bühnen ein Urinal für 40 Leute, das den Strom erzeugen soll.

Viel Urin hilft viel

Menschen pinkeln auf dem Festival; Foto: dpa/picture-alliance

Toiletten kommen immer gut an - wie hier auf dem Hurricane

dpa/picture-alliance

Dabei fallen immerhin rund 1000 Liter Urin an. Er wird – laienhaft erklärt – aufgespalten. Und so entsteht dann Strom. Damit sollen Leinwände mit Infos für die Besucher versorgt werden. Für immerhin 10 davon reicht der Strom aus.

Dann wird es aber noch ein zweites Strom-Klo geben. Besucher können mit dem dort produzierten Strom ihre Smartphones aufladen. Pinkeln für ein volles Smartphone quasi.

Große Chance für die Forscher

Die Forscher aus Bristol, die dahinterstecken, wollen mit der Aktion vor allem eins erreichen: Viel Werbung. „Das Glastonbury gibt uns die Chance, Tausenden von Menschen unsere Technologie zu zeigen“, so Ioannis Ieropoulos, Professor am Bristol Bioenergy Centre. Die Wissenschaftler werden unter anderem von der Stiftung von Bill und Melinda Gates unterstützt.

Das Glastonbury Festival startet diesen Mittwoch. Es gilt als größtes Open-Air-Festival der Welt.